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Donnerstag, 11. juni 2009
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Jetzt die Forderungen der Menschen in den Vordergrund stellen!

Die Nationale Koordination und die Kandidatinnen und Kandidaten von déi Lénk zogen am Montagabend Bilanz der Wahlen für die Abgeordnetenkammer.

déi Lénk begrüßen die Tatsache, dass es insgesamt zu keinem Rechtsruck bei diesen Wahlen gekommen ist. Die Verschiebungen haben sich innerhalb des Rechts/Links-Gefälles in Luxemburg getan. Die CSV gewann die 2 Sitze hinzu, die DP und ADR im Zentrum und im Osten verloren. déi Lénk gewannen den Sitz im Süden zurück, den sie 2004 an die LSAP abgeben mussten.

Der Erfolg von déi Lénk ist eine kollektive Leistung, die vor allem in einem außergewöhnlich großen Anteil an Listenstimmen ihren Ausdruck findet. déi Lénk haben einen engagierten Wahlkampf geführt, in dem sie die Frage der sozialen Gleichheit und Gerechtigkeit in den Mittelpunkt stellten. Für diese Forderungen gibt es eine gesellschaftliche Zutimmung in einem Land, in dem die Ungleichheiten zunehmen. In diesem Sinne hat der Sitzgewinn für déi Lénk Signalwirkung, über die reine Wahlarithmetik hinaus.

déi Lénk fordern die nun zu bildende Regierung, egal wie sie zusammengesetzt sein wird, dazu auf, die Sorgen und Begehren der 90% der Menschen, die gegen Lohn arbeiten gehen und den Reichtum dieses Landes schaffen, zu ihrem Programm zu machen. Nicht das 100-Punkte-Programm der Raffgier, das die Patronatsorganisationen vorgelegt haben, soll der Leitfaden sein, sondern das Forderungsprogramm der 30.000 Menschen, die am 16.Mai für den Sozialstaat demonstriert haben. déi Lénk verweisen dabei u.a. auf ihr eigenes Dringlichkeitsprogramm in fünf Punkten (Mindestlohn, Kündigungsschutz, Sozialwohnungen, Steuergerechtigkeit und öffentliche Dienste, Arbeitszeitverkürzungen).

(Mitgeteilt von déi Lénk, 9.6.2009)

 

déi Lénk gehen gestärkt aus den Wahlen hervor

Mit 4,13% (+1,85%) im Süden, 3,50% (+1,51%) im Zentrum und 3,29% (+1,72%) im nationalen Durchschnitt gehen déi Lénk gestärkt aus den Wahlen von 7. Juni 2009 hervor. Bei den Europawahlen liegt das Resultat bei 3,41% (+1,72%).

Bei den Parlamentswahlen sind dies 3.824 Wähler welche die Liste von déi Lénk gestimmt haben und insgesamt immerhin 5.500 bis 6.000 Wähler, welche déi Lénk bei diesen Wahlen unterstützt haben. Bei den Europawahlen sind es 3.415 Wähler, welche den Kreis über der Liste von déi Lénk geschwärzt haben, und immerhin 6.500 bis 7.000 Wähler, welche déi Lénk mehrheitlich zustimmten.

déi Lénk bedanken sich bei allen Wählern, Helfern und Gönnern für die Unterstützung bei diesen Wahlen. Auf Grund dieses Resultates ziehen déi Lénk mit einem Abgeordneten, André Hoffmann, ins Parlament ein. Gestärkt durch diesen Erfolg werden déi Lénk parlamentarische Arbeit und außerparlamentarische Opposition wirksam zu verbinden wissen.

Bei diesen Wahlen wurden auf der Linken diejenigen gestärkt, welche eine soziale Alternative gegen die Krise forderten und sich dafür einsetzen, dass nicht die Schaffenden für die Krise zahlen sollen. Die LSAP wurde für ihre Mitarbeit beim Sozialabbau der CSV-LSAP-Regierung insbesondere in ihren traditionsreichen Städten abgestraft.

Positiv ist die Tatsache, dass die rechtpopulistische ADR, entgegen vieler Erwartungen, nicht gestärkt aus diesen Wahlen hervor geht, sondern 1,82% der Stimmen und einen Sitz einbüsste. Dafür geht die CSV gestärkt aus den Wahlen hervor (+ 2 Sitze; + 1,98%).

Insgesamt halten sich die Verschiebungen in Grenzen. Verluste für ADR (-1,82%), LSAP (-1,81%) und DP (-1,07%), Stagnation für déi Greng und Gewinne vor allem für CSV (+1,98%), déi Lénk (+1,72%) und die KPL (+0,49%).

Am Montag, den 8. Juni trifft sich die Nationale Koordination von déi Lénk mit ihren Kandidaten, um die notwendigen Schlussfolgerungen aus diesen Wahlen zu ziehen.

(www.lenk.lu, 7.6.2009) 

 

déi Lénk/KPL: Résultats respectifs au Sud

S.U. - Aux élections législatives de dimanche, déi Lénk a enregistré une forte progression tant en votes de liste qu’en votes personnels. Voyons de plus près les résultats dans la circonscription du sud ou elle a réussi de reconquérir le siège qu’elle avait perdu en 2004 au profit du LSAP:

Par rapport au total des votes exprimés, déi Lénk a obtenu 4,13%, soit un plus de 81% par rapport à 2004 (2,28%). Le vote de liste représente 2,53% des votes en 2009, soit un plus de 106% par rapport à 2004 (1,23%). Les votes personnels représentent 1,60% des votes, soit un plus de 51% par rapport à 2004 (1,06%). Les candidats sans André Hoffmann représentent 1,01% des voix exprimées. En 2004 les votes personnels sans André Hoffmann représentaient 0,67% des voix. Les autres candidats dans leur ensemble ont donc progressé dans la même proportion que toute la liste (+51%).

Le score du KPL comporte une progression des votes de liste plus faible et une non-progression en votes personnels, si l’on fait abstraction de son candidat de tête qui a presque triplé ses voix: Le KPL a obtenu 2,16% des voix exprimées, soit un plus de 29% par rapport à 2004 (1,68%). En 2009 le vote de liste représente 1,47% des voix, soit un plus de 32% par rapport à 2004 (1,11%). Les votes personnels représentent 0,70% des voix, soit un plus de 25% par rapport à 2004 (0,56%). Les candidats sans Ali Ruckert représentent 0,50% des suffrages exprimés, comme en 2004.

Calculs effectués sur base de: www.elections.public.lu
 

 

Elections européennes: défaite des chrétiens-sociaux

hw - On a beaucoup parlé du triomphe du parti chrétien-social aux élections législatives, triomphe qui se limite pourtant à un gain de 2%. On a peu parlé de la défaite du même parti aux élections européennes où il perd 6% et passe de 37,13% à 31.33%. L’explication est facile à trouver: le PCS se présentait aux élections européennes sans Juncker. Il faudrait donc plutôt parler d’un triomphe de Juncker et d’un recul des chrétiens-sociaux.

Le grand perdant des élections européennes est le parti socialiste avec son leader Robert Goebbels. Sa liste ne profite guère de l’absence de Juncker et réussit le tour de force de perdre encore 2,27% et de passer au-dessous des 20%. Bons résultats par contre du PD et des Verts grâce aux locomotives électorales Goerens et Turmes. Le PD qui a perdu 2,5% aux élections nationales gagne 4% aux européennes. Les Verts à peu près stables aux élections nationales arrivent à un score historique de 16,84% (+1,82%) aux élections européennes.

Dernière surprise: les petits partis n’ont pas souffert d’un vote utile. „déi Lénk“ double son score et atteint avec 3,41% le niveau de ses résultats au plan national. Le KPL augmente son score d’un tiers et passe à 1,54%, juste devant la „Biergerlëscht“ d’Aly Jaerling qui obtient 1,37%. Ce vote protestataire concerne plus de 6% des électeurs et devrait donner matière à réflexion.

Sur la liste européenne de „déi Lénk“ Michel Erpelding arrive en deuxième position. Le fait d’avoir été insulté par Goebbels lors de la table ronde télévisée ne lui a pas porté de tort. Quant aux candidats étrangers ils arrivent tous en dernière position sauf Catarina Fernandes sur la liste KPL et Manuel Bento sur la liste „déi Lénk“ qui recueillent 607 resp. 1201 voix personnelles. Quant à Claude Frisoni il n’a pas réussi à se faire reconnaître comme le candidat de l’immigration italienne, malgré un appel de dernière minute. Il est la lanterne rouge de la liste socialiste.
 

 

Frauen unter den Gewählten

Thérèse Gorza - Gegenüber 2004 ist die Zahl der direkt ins Parlament gewählten Frauen von 12 auf 15 gestiegen. Was einem Prozentsatz von 25 entspricht, auf die 60 Abgeordneten gerechnet ist es eine Steigerung von 5% gegenüber 2004. Der Prozentsatz der Frauen die sich zur Wahl stellten lag bei 33% (inklusive der Europalisten). Wie die Vertretung der Frauen im Parlament nach der Regierungsbildung aussieht, wird sich herausstellen, wenn die MinisterInnenposten vergeben wurden.

Die CSV hat mit Octavie Modert im Osten und mit Marie-Josée Jacobs im Norden sogar zwei Spitzenkandidatinnen. 7 der 15 gewählten Frauen sind bei der CSV gewählt worden. Das macht 27% von den insgesamt 26 CSV-Mandaten aus.

In der Gesamtwertung kommt Lydia Mutsch von der LSAP als erstgewählte Frau auf den 10ten Platz. Im Süden sind bei der LSAP gleich 3 Frauen gewählt worden, sonst hat es nur noch Mady Delvaux-Stehres im Zentrum ins Parlament geschafft. Mit 4 von 13 Sitzen liegt der Frauenanteil bei der LSAP bei etwa 31 %. Dabei betrug der Anteil der Kandidatinnen bei der LSAP nur 17 von 66, die niedrigste Zahl von allen Listen.

Die DP mit insgesamt 9 Sitzen hat nur im Bezirk Zentrum 2 Frauen ins Parlament geschickt, das macht 22%. Bei den Grünen wurde nur eine Frau im Zentrum gewählt, obwohl dort insgesamt der Anteil der Kandidatinnen am höchsten war. Von 7 grünen Abgeordneten sind also 14% weiblich. Bei der ADR schafft es zum ersten Mal eine Frau ins Parlament, es handelt sich um die Tochter des Spitzenkandidaten aus dem Süden. 4 Sitze, 1 Frau, das macht 25%. Allerdings will der Vater der Tochter das Feld nicht überlassen und die Gewählte hat schon ihren Verzicht erklärt, so dass ein Mann nachrücken wird

Bei déi Lenk, die nur einen Sitz haben, war es schwierig, sich gegen André Hoffmann durchzusetzen; es hat sich auch in keinem Bezirk eine Frau auf den ersten Platz verirrt. Der Frauenanteil auf den Listen war dieses Mal sehr niedrig. Nur 20 von 62 waren Frauen (Landes- und Europawahlen zusammengenommen, doppelte Kandidaturen wurden nur einmal gezählt). Es wird „héich Zäit”, dass déi Lenk ihre Politik in dieser Richtung überdenken und konkrete Maßnahmen in die Wege leiten, die Parität aus den Statuten in die Wirklichkeit zu übertragen. Der Wiedereinzug ins Parlament und die Tatsache, dass besonders viele junge Frauen die Wahlkampagne maßgeblich mitgestaltet haben lassen hoffen!
 

 

Wahlen und „Frauenthemen“

Viviane Goffinet - Als Nachtrag zu den Wahlen erscheinen regelmäßig die Analysen und Kommentare zum Wahlverhalten der Wählerinnen und Wähler. Renée Wagener hat im Auftrag des Conseil National des Femmes und des Ceps die Wahlen in Bezug auf die Frauen analysiert. „Nur“ 15 der 60 Abgeordneten werden Frauen sein, das sind 25%. Auch bei den Linken haben die Frauen schlechter als die Männer abgeschnitten.

Renée Wagener kritisierte die mangelnde Präsenz von Frauen in den Medien, vor allem bei den offiziellen Auftritten im Fernsehen: 76 Männer gegenüber 10 Frauen. Bezeichnend ist jedoch, dass beim Runden Tisch zum Thema Schulen mehr Frauen waren. Es scheint immer noch so zu sein, dass bestimmte Themen – neben den klassischen Frauenthemen, wie Gleichberechtigung – eher von Frauen besetzt werden. Das hat verschiedene Gründe, die in der Erziehung und der Sozialisation liegen, aber auch mit dem politischen Selbstverständnis vieler Frauen und Männer zu tun haben.

Männern werden meistens mehr Kompetenzen in bestimmten Bereichen zugesprochen, wie etwa der Wirtschaft, den Finanzen und dem Arbeitsmarkt; diese Bereiche sind oft politisch relevanter oder sie werden als wichtiger dargestellt. In der Bevölkerung wird dies auch so gesehen, denn diese Fragen sind öffentlicher Natur. Sie sind weiter entfernt vom Privatleben als Themen wie Schule oder Gesundheit, die öfter von Frauen behandelt werden.

Was bedeuten diese Feststellungen für die Linke? Meiner Meinung nach müssen wir versuchen, diese Denkweise zu durchbrechen und politische Themen gleichwertig behandeln, d.h. auch, sie in der Öffentlichkeit vorbringen, wenn sie nicht gerade aktuell sind. Vielleicht wäre jetzt ein guter Zeitpunkt, damit anzufangen. In dieser Vorgehensweise kann auch für uns eine Chance liegen, denn wir bekommen mehr Aufmerksamkeit, wenn wir gegen den Strom schwimmen.
 

 

Vor einem Sozialkonflikt im Pflege- und Sozialsektor?

Gesundheits- und Sozialwesen: Zweite Sitzung beim nationalen Schlichtungsamt.
Nachdem Anfang des Jahres die Verhandlungen zur Erneuerung des Kollektivvertrags im Pflege- und Sozialsektor als gescheitert angesehen werden mussten, hatten sich die Gewerkschaften OGBL und LCGB am 7. Mai ein erstes Mal mit den Arbeitgeberverbänden vor dem nationalen Schlichtungsamt eingefunden um nach Lösungen zu suchen, damit ein Sozialkonflikt im größten Sektor des luxemburgischen Gesundheits- und Sozialwesens vermieden werden könnte.

Nach über drei Stunden musste festgestellt werden, dass absolut keine Annäherungen in den wesentlichen Fragen möglich war, da die Arbeitgeber sich vehement gegen die längst überfällige Aufwertung der Gehälterlaufbahnen und gegen einen einzigen starken Kollektivvertrag für das gesamte luxemburgische Gesundheits- und Sozialwesen wehrten. Eine zweite Sitzung vor dem Schlichtungsamt wurde für den 10. Juni vorgesehen und es wird wohl sehr schwierig werden Lösungen zu finden, um einen Sozialkonflikt zu vermeiden.

OGBL führte erste gewerkschaftliche Aktionen durch
In der vergangenen Woche war das Syndikat Gesundheit und Sozialwesen des OGBL vor verschiedenen Betrieben anwesend, um die Arbeitnehmer über den aktuellen Stand der Schlichtung zu informieren und für weitere Aktionen zu mobilisieren. Rund 300 Arbeitnehmer versammelten sich jeweils vor oder nach Schichtbeginn vor folgenden Einrichtungen, um gegen die provokative Haltung der Arbeitgeberverbände zu protestieren: APEMH - Parc de Hosingen, Homes pour personnes âgées – Clervaux, Fondation Kräizbierg - Domaine Schoumansbongert, SERVIOR – Cipa Esch, APEMH – Nossbierg, Fondation Kräizbierg – Site Kräizbierg.

Der OGBL wird seine Mobilisierungskampagne und seine Protestaktionen in den nächsten Wochen weiter ausbauen.

Mitgeteilt vom Syndikat Gesundheit und Sozialwesen des OGBL

 

Krise und Rollenwechsel in der internationalen Stahlindustrie

Pol Back - Nach Aussagen von Betriebsmanagern befindet sich Europas Stahlindustrie augenblicklich im schwierigsten Geschäftsjahr der Nachkriegszeit. Der Verbrauch läge um 55% unter demjenigen des Jahres 2008, welches schon durch das Boomjahr 2007 in den Schatten gestellt wurde. Da die europäische Stahlindustrie stark in Richtung internationalem Export orientiert ist, bleibt jegliche nationale oder auch europaweite Ankurbelung des Geschäfts wirkungslos.

In den chinesischen Werken wird hingegen wieder soviel produziert wie vor dem Krisenherbst 2008. Auch wenn europäische Experten davon ausgehen, dass hier der Produktionsrückgang durch inländische Maßnahmen kaschiert wird, kann dies nicht davon ablenken dass der Stahlverbrauch sich in den folgenden Jahren wirtschaftlich bedingt, immer weiter nach Indien und China verlagern wird. Bekanntlich weisen beide Länder eigene, starke Stahlproduktionskapazitäten auf und so riskieren sowohl die europäische als auch die amerikanische Stahlindustrie immer mehr in die Rolle des Lückenbüßers zu geraten.

Die amerikanische Stahlindustrie rechnet jedenfalls damit ihre weltweite Führungsrolle mit Asien und der Europäischen Union teilen zu müssen.
 

 

La Gauche Unitaire Européenne sans les Italiens

hw - Au niveau européen, le grand perdant des élections européennes est le groupe socialiste qui perd 54 de ses 215 députés. Les Verts se renforcent de 8 sièges grâce au succès de la liste Cohn-Bendit en France. La Gauche Unitaire Européenne perd 8 députés. Ceci est dû à l’échec du NPA en France devant la barre des 5% (4,88%) et à la division de la gauche italienne (3,4% + 3,1%, la barre étant fixée à 4%). Ce n’est pas la droite traditionnelle qui profite des pertes à gauche, mais les différents partis xénophobes. La majorité qui a élu la commission Barroso et qui était constituée par le PPE, le PSE et les libéraux garde 504 sièges sur les 603 qu’elle détenait dans l’ancienne assemblée.

Au sein du groupe de la Gauche Unitaire Européenne qui compte pour le moment 33 députés, ce sont les Allemands – malgré un résultat plutôt décevant de 7,5% – qui constituent le groupe le plus important avec 8 députés (dont Bisky, Zimmer, Scholz). Les Français du Front de Gauche ont totalisé 6,47% et arrivent à Strasbourg avec 5 députés (dont Mélenchon). Les Portugais ont fait un excellent résultat (10,73 + 10,66) et comptent également 5 députés, 3 pour le Bloc de Gauche (dont Portas) et 2 pour le PCP. Les Tchèques seront à 4, les Grecs à 3 (2 pour KKE et 1 pour Syriza), Chypre et les Pays-Bas à 2. Les 4 députés restants viennent d’Espagne, d’Irlande du Nord, de Suède et du Danemark.

Des résultats contrastés qui soulèvent beaucoup de questions, mais qui doivent être mis en rapport avec les forts taux d’abstention.

 

Wahlerfolge der deutschen Linken in Trier, Völklingen, Saarbrücken

hw - Die Gemeindewahlen im Saarland und in Rheinland-Pfalz standen im Schatten der Europawahlen. Für „Die Linke“ ging es vor allem darum, eine lokale Basis im Hinblick auf die bevorstehenden Landes- und Bundeswahlen aufzubauen.

Im Saarland hat „Die Linke“ mit 17,9% ihr bestes Resultat in der Industriestadt Völklingen zu verzeichnen. In Püttlingen, das sich lange Zeit durch die Aktivität einer DKP-Fraktion auszeichnete, erhielt die Linke 10,6% neben 7,1% für die DKP. In Saarbrücken erreichte „Die Linke 17%, wobei zu bemerken ist dass Oskar Lafontaine nicht angetreten war.

Die Überraschung brachte die Bischofsstadt Trier. Zum ersten Mal nach über 50 Jahren wird im Stadtrat wieder eine Linke diesseits von SPD und Grünen präsent sein. Von den 56 Sitzen behielt die CDU deren 19 (ein Minus von 7%) und die SPD 15 Sitze (ein Minus von 5%). Gewinner sind die Grünen, die mit 17,6% zur drittstärksten Partei werden. Die Linke erhielt 2 Sitze und 3,6%. Gewählt wurden Johannes Verbeck und Marc-Bernhard Gleissner. Leider gelang es auch der NPD mit 1,1% einen Sitz zu erobern.
 

 

Milliardärsfamilie in die Pflicht nehmen

Zur Insolvenz des Arcandor-Konzerns erklärt Sahra Wagenknecht, Mitglied des Parteivorstands von DIE LINKE.:

"Eigentum verpflichtet", so steht es in Artikel 14 des Grundgesetzes. Knapp 27 Prozent der Anteile von Arcandor befinden sich in den Händen der Familie Schickedanz. Sie hat über Jahrzehnte von der - oft schlecht bezahlten - Arbeit der Verkäuferinnen und Verkäufer profitiert und trägt als Eigentümerin die Verantwortung für die Managementfehler, die jetzt 50 000 Beschäftigte mit dem sozialen Aus bedrohen. Diese Milliardärsfamilie ist in die Pflicht zu nehmen, damit eine Insolvenz abgewendet werden kann und die Arbeitsplätze bei Arcandor langfristig gesichert werden.

Zudem handelt es sich bei der Sal. Oppenheim Gruppe, dem zweiten wichtigen Eigentümer, um die größte unabhängige Privatbankgruppe Europas mit einer Bilanzsumme von 41 Milliarden Euro. Es dürfte also kein Problem sein, der Arcandor-Gruppe entsprechende Kredite zu verschaffen. Auch auf die anderen Gläubigerbanken muss die Bundesregierung jetzt Druck ausüben. Es kann doch nicht sein, dass Banken wie die Commerzbank oder die Bayerische Landesbank, die zu den Gläubigern von Arcandor zählen und vom Staat mit Milliardensummen gestützt wurden, sich jetzt weigern, ausreichende Kredite für die notwendige Sanierung von Arcandor zur Verfügung zu stellen.

Um den Druck zu erhöhen, könnte die Bundesregierung auf Artikel 14, Absatz 3 Grundgesetz verweisen: Dort steht geschrieben, dass eine Enteignung zum Wohle der Allgemeinheit zulässig ist. Und dient es nicht dem Gemeinwohl, wenn 50.000 Arbeitsplätze gesichert werden und die Standorte von Karstadt in den deutschen Innenstädten erhalten bleiben? Die Beschäftigten von Arcandor dürfen nicht im Stich gelassen werden. Wir brauchen keinen staatlichen Rettungsschirm für Milliardäre, aber sehr wohl einen für die Beschäftigten und ihre Familien, die für die entstandene Situation keinerlei Verantwortung tragen.
 

 

Vortrag von Hans von Sponeck: "Amerikas AfPak-Strategie - von Bush zu Obama"

Auf Einladung des Instituts für Europäische und Internationale Studien hält Hans von Sponeck am Donnerstag, den 25. Juni 2009 um 18.15 Uhr im Casino Syndical in Luxemburg-Bonneweg einen Vortrag zum Thema "America's Afghanistan-Pakistan Strategy: from Bush to Obama". Die Konferenz findet in englischer Sprache statt.

Hans von Sponeck zählt zu den profiliertesten und renommiertesten Kritikern der westlichen Irak-Politik. Ab Mitte 1998 war er, als Nachfolger von Denis Halliday, Koordinator für humanitäre Fragen in Bagdad, wo er u.a. die Verantwortung für das UN-Programm "Oil for food" hatte. Im Februar 2000 reichte er aus Protest gegen die Sanktionspolitik des UN-Sicherheitsrates, die er verantwortlich für das Sterben mehrerer hunderttausender irakischer Kinder sah, seinen Rücktritt ein. 2003 veröffentlichte er zusammen mit dem Genfer Journalisten Andreas Zumach das Buch "Irak - Chronik eines gewollten Krieges".

Von Sponeck, der 1957 einer der ersten Kriegsdienstverweigerer der Bundesrepublik war, ist bis heute ein Kritiker der westlichen und besonders der amerikanischen Interventionspolitik im Irak, aber auch in Afghanistan. Vor seinem Posten im Irak war der 1939 in Bremen geborene Diplomat neben New York und Genf auch in Ghana, Pakistan, der Türkei, Botswana und Indien tätig. Zuletzt hatte er den Rang eines Beigeordneten UN-Generalsekretärs inne.
 

 

Vom Elend des Kapitalismus

Kluger Rundumschlag: Jutta Ditfurths zornige Abrechnung

Am Ende dieses Buches ist man um etliches klüger und um vieles zorniger – aber auch resignierter. Jutta Ditfurth, bewundernswert unverdrossen kämpferische Publizistin, hat für ihre „Streitschrift“ wider das Gerede von der „Krise“ des Kapitalismus’ und für die Erkenntnis seines wesensimmanenten Wütens alles zusammengetragen, von dem man als einigermaßen informierte und aufgeklärte Gewerkschafterin zwar schon gelesen oder gehört hat, was aber kein Mensch in dieser überbordenden Fülle ständig präsent haben kann.

Die Autorin selber ist zornig und macht kein Hehl daraus. Sie begründet diesen „gerechten Zorn auf eine ungerechte Gesellschaft“ mit unwiderlegbaren Fakten und Zahlen zur Entwicklung der Klassengesellschaft. Sie formuliert mit beißender Schärfe, wobei sie sich durch ihre Wut und Empörung nicht ihre umfassende Kompetenz und Analysefähigkeit vernebeln lässt. Das liest sich großartig, weil die Frankfurterin jenseits allen abgeklärten Politsprechs Tacheles schreibt, zugespitzt und treffend formuliert und ihre Befunde für jedermann verständlich aufbereitet.

Die eine oder andere Wiederholung nimmt sie in Kauf (und die Leserin ist sogar dankbar dafür), wenn sie uns die Ursachen millionenfachen Hungers ebenso erklärt wie das verheerende Wirken von IWF und Weltbank, das Schicksal der nordafrikanischen Sahrouis ebenso in einen weltläufigen Zusammenhang bringt wie die Geschehnisse beim G-8-Gipfel 2001inGenua, den manifesten Rassismus beim Wiederaufbau des verwüsteten New Orleans oder das fast vollständige Verschwinden des Aralsees, das die Landkarten in der „Tagesschau“ einfach leugnen. Die Autorin prangert die „fette Lüge“ über die angeblich neuerdings ausgebrochene „Gier“ einiger Manager an und beschreibt noch einmal eindrücklich die „Hetzkampagnen“ von Clement und Genossen gegen Arbeitslose und Arme.

Jutta Ditfurth fordert den Zorn und den Widerstand der Entrechteten und von Staats wegen Verarmten: „Unser Ziel ist, dass Menschen ein Leben ohne Ausbeutung, Diskriminierung, Hunger und Krieg führen können. Dafür sind energischere Maßnahmen als Mahnwachen und Kundgebungen nötig.“ Die Gewerkschaften, die Linke, Grüne und SPD sowieso sind ihr als Bündnispartnerinnen diskreditiert, und sie ist sicherlich nicht die Einzige, die Münteferings Demonstration gegen seine eigenen Agenda-Gesetze an der Seite von Michael Sommer stirnrunzelnd zur Kenntnis nimmt. Nicht weniger als eine soziale Revolution wünscht sich die Autorin – nur, wer das handelnde Subjekt dieses „wir“ ist und welche „energischeren Maßnahmen“ mit wem durchzusetzen wären– das weiß auch Jutta Ditfurth nicht und bleibt am Ende vage. Diese zwischen den Zeilen herauszulesende Ratlosigkeit macht ihr Engagement dann wirklich glaubwürdig.

Ulla Lessmann, Verdi-News 09-2009 vom 13.6.2009

Jutta Ditfurth: Zeit des Zorns, Streitschrift für eine gerechte Gesellschaft, Droemer, München, 2009, 267 Seiten, 16,95 Euro, ISBN 978-3426275047
 

 

Kurz gesagt - En bref

Legendenbildung

Dass die LSAP „Spurenelemente linker Politik über Bord warfen (...) hatte zur Folge, dass – ähnlich wie in Deutschland und anderen EU-Ländern – Teile der sozialistischen Wähler, die es zum Teil aus antikommunistischen Vorurteilen heraus nicht wagen (!) würden, die KPL zu wählen, in der Partei ‚déi Lénk’ zwar keine gesellschaftliche Alternative, dafür aber die ‚besseren Sozialdemokraten’ erkannten.“ (‚Zeitung’ zu den Wahlen, 9.6.2009).

„Und auf Seiten der aus Liberalen, Grünen, Populisten und einem Reformisten (!) bestehenden Opposition? Grundlegend Neues wird aus dieser Ecke nicht zu erwarten sein.“ (‚Zeitung’ zur Situation auf dem Arbeitsmarkt, 10.6.2009)

„Grundlegend Neues“ ist wohl die Legende, dass die einzige grundlegende Opposition im Land immer noch die KPL sei.

Letter of Repudiation

The World March of Women – international, grass-roots, feminist movement – expresses its strong repudiation of the illegal arrest and detention of 35 trade unionists (including Songül Morsümbül, Women’s Secretary of the Confederation of Public Employees Trade Unions; Gülçin İsbert, Women’s Secretary of Eğitim Sen; Elif Akgül, former Women’s Secretary of Eğitim Sen; and Yuksel Mutlu of the Human Rights Association) in the early hours of the 28th May 2009.

We demand that these 35 women and men be released without charge immediately, and that those responsible for their illegal arrest be brought to justice according to Turkish law. We further demand that all documents, computers and CDs confiscated illegally from their offices be returned without delay.

We declare our full solidarity with our imprisoned sisters and brothers and with their struggle for workers rights in Turkey and in Europe. Women on the March until we are all Free!

World March of Women

 

 

Agenda - Agenda

Donnerstag, 18. Juni, 18:30 Uhr, Cid-femmes, 14, rue Beck, Luxembourg: Konferenz: Wer zuletzt lacht... - Neues vom "Gelächter der Geschlechter". Die Freiburger Professorin Dr. Helga Kotthoff analysiert das Lachen aus Frauenperspektive: Lachen Frauen anders als Männer? Machen Männer andere Witze als Frauen? Ist Humor subversiv, ein Machtinstrument - oder beides? Die Sprachwissenschaftlerin, die das Sujet schon seit den achtziger Jahren erforscht, wird in ihrem Vortrag auch darauf eingehen, wie sich der Humor über die Jahre verändert hat. Org: Cid-femmes
 

 

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