Tageblatt 30/10/2009 - Rentenreserven und linke Teufel
Vorvergangene Woche hat der Minister für soziale Sicherheit, Mars di Bartolomeo, zusammen mit den Verantwortlichen des „Fonds de compensation“ (FDC) der Rentenkassen, die Ausrichtung der Investitionspolitik des FDC im zuständigen Parlamentsausschuss erläutert.
Während sich die Vertreter aller größeren Parteien von den sachlichen und fundierten Erläuterungen überzeugen ließen, zieht der Vertreter von „déi Lénk“ es vor, weiterhin den Teufel an die Wand zu malen: Die Vertreter des FDC würden unverhältnismäßige und unverantwortliche Risiken beim Umgang mit den Rentenreserven eingehen, so heißt es.
Dazu ein paar Fakten, die zeigen, dass es sich dabei um billige Polemik handelt:
1)Luxemburg verfügt über hohe Rentenreserven: Diese belaufen sich zurzeit auf rund 9 Milliarden Euro – dies entspricht den Ausgaben von ungefähr dreieinhalb Jahren.
2)Die Investitionspolitik des FDC orientiert sich an den Leitsätzen der Vor- und Weitsicht. Ziel ist es, die Finanzierbarkeit der Renten zu garantieren.
3)Die Investitionspolitik des FDC wird nicht etwa von irgendwelchen Finanzhaien definiert. An ihrer grundlegenden Ausrichtung sind alle Sozialpartner beteiligt.
4)Die LSAP, der Minister und die gesamte Regierung bekennen sich klar und deutlich zum Erhalt des Umlageverfahrens. Sie sind bemüht, unser solidarisch finanziertes Rentensystem langfristig abzusichern.
Wer vor dem Hintergrund dieser Fakten Panikmache betreibt, spielt mit den Ängsten und Sorgen der Bevölkerung. Ein unverantwortliches Vorgehen, das die LSAP ablehnt!
Claudia Dall’Agnol,
LSAP-Abgeordnete
Tageblatt vom 30/10/2009
Antwort von André Hoffmann, Tageblatt 5/11/2009
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