Gemeinsame Stellungnahme von déi Lénk und Die Linke – Saar: Villeroy & Boch
Solidarität
Luxemburgs déi Lénk und Die Linke – Saarland erklären sich solidarisch mit den Kämpfen der Arbeiterinnen und Arbeiter von Villeroy & Boch in Luxemburg und im Saarland. Wir sind empört über das Verhalten der Konzernleitung. Der unverblümte Zynismus, mit dem die Beschäftigten von V&B, mit einer durchschnittlichen Betriebszugehörigkeit von über 22 Jahren in Luxemburg abgefertigt und erpresst werden, ist für uns völlig unannehmbar und entwürdigend.
Die dreiste Vorgehensweise der Firmenchefs zeigt aufs Deutlichste, dass es heute mehr denn je gilt, die Mitbestimmungsrechte der Belegschaften, als Element demokratischer Kontrolle innerhalb von Unternehmen, ebenso wie die Arbeitnehmerrechte allgemein (Kündigungsschutz, …) auszuweiten, um solchen Zynismus wie bei Villeroy & Boch zu unterbinden.
Die Politik ist in solchen Fällen aufgefordert, sich hinter das Personal der Betriebe zu stellen, und die Regierungen dürfen sich ihrer Verantwortung nicht entziehen. Es gilt prioritär das Abrutschen in die Arbeitslosigkeit zu verhindern. Die öffentliche Hand muss deshalb konsequent sowohl die bestehenden rechtlichen Möglichkeiten nutzen als auch neue schaffen, um die Beschäftigten vor der Willkür der Konzernleitung und vor Arbeitslosigkeit zu schützen.
déi Lénk und Die Linke – Saar verurteilen das zynische Spiel, mit dem die Konzernleitung von Villeroy & Boch versucht, Standorte und - mit ihnen verbunden - luxemburgische und deutsche Lohnabhängige gegeneinander auszuspielen. Deshalb treten wir ein, für das Überwinden der Standortlogik, für ein Europa der sozialen Mindestnormen und des sozialen Fortschritts und ein Verbot von Entlassungen in Betrieben und Konzernen, die Profite ausschütten.
(Mitgeteilt von déi Lénk & Die Linke – Saar)

