jeudi, 22 décembre 2016

déi Lénk schlagen Verbesserungen beim PAN-Gesetz vor

Mit der aktuell diskutierten Reform des PAN-Gesetzes riskiert die 1999 angestoßene Flexibilisierung in der Arbeitswelt weiter zu Lasten der Angestellten verschärft zu werden. déi Lénk wollen  diese Verschlechterungen verhindern und substantielle Gegenleistungen für die steigenden Ansprüche an die Angestellten durchsetzen. In diesem Sinne haben wir heute unsere Änderungsanträge in der parlamentarischen Kommission eingebracht.

Im Detail wollen wir mit unseren Änderungsanträgen Verbesserungen im Sinne der Angestellten bei folgenden 3 Bereichen erreichen

(1) Mehr freie Zeit für alle Angestellten durch die Einführung,

(a)einer sechsten gesetzlichen Urlaubswoche für alle Angestellten

(b) und Arbeitszeitverkürzungen im Gegenzug für die größeren Flexibilitätsansprüche an die Angestellen.

Seit der Einführung der 40-Stundenwoche und der fünften gesetzlichen Urlaubswoche für alle Angestellten im Jahr 1975 hat es in Luxemburg keine allgemeine Arbeitszeitverkürzung mehr gegeben. Die Flexibilisierung und die Intensität der Arbeit haben jedoch nicht zuletzt aufgrund des PAN-Gesetzes von 1999 stark zugenommen und belasten die Lebensqualität und die Gesundheit vieler Angestellter zunehmends. Deshalb sollen zusätzliche Flexibilisierungen aufgrund von Verlängerungen der Referenzperiode zukünftig durch gesetzlich vorgeschriebene Wochenarbeitszeitverkürzungen kompensiert werden.

(2) Mehr Sicherheit für die Angestellten indem wir die Einführung der 2, 3, oder 4-monatigen Referenzperiode verbindlich an die Ausstellung eines POT (Plan d’organisation du Travail) koppeln. Demnach müssten die Arbeitgeber den Angestellten bei der Einführung einer verlängerten Referenzperiode ein Minimum an Planungssicherheit zugestehen. Außerdem wollen wir durchsetzen, dass geleistete Arbeitsstunden aufgrund eines kurzfristigen, unvorhersehbaren Arbeitsaufwands als Überstunden bezahlt werden.

(3) Mehr Einspruchsrechte für das Personal und die Gewerkschaften indem wir verlangen, dass im Falle eines unzulässigen oder fehlenden POT, Gewerkschaften bzw. Angestellte, die Nichtigkeit der Referenzperiode beantragen können.

Heute morgen wurden in der zuständigen Parlamentskommission die meisten unserer Änderungsanträge ohne größere Diskussion von den Regierungsparteien verworfen. Wir sind jedoch der Meinung, dass der Versuch die Arbeitsbedingungen von hunderttausenden Angestellten zu verbessern, ernsthaft und öffentlich debattiert werden sollte. Dementsprechend werden wir unsere Anträge im Dezember ein weiteres Mal im Parlament zur Abstimmung stellen.

Änderungsanträge – Amendements