„Déi Lénk“ zum Religionsunterricht: Schluss mit der Diskriminierung!

10/28/2007

1. Die Debatte in der Abgeordnetenkammer war enttäuschend.  Bei der Frage um den katholischen Unterricht in der öffentlichen Schule geht es nicht um eine Nebensache, es geht auch nicht um Wert oder Unwert irgendeiner Religion, sondern um die prinzipielle Frage, ob in einer offenen, pluralistischen Demokratie EINE Kirche privilegiert, alle anderen weltanschaulichen Strömungen diskriminiert werden dürfen.

2. Die unnachgiebige Haltung der CSV ist inakzeptabel. Sie offenbart einen arroganten Dogmatismus, der nicht mehr unwidersprochen hingenommen werden kann.

3. Der Verweis auf eine Bewertung des Projekts im „Neie Lycée“ ist ein Ausweichmanöver. Abgesehen davon, dass eine solche Bewertung (nach Aussagen des Direktors) überhaupt nicht vorgesehen war: prinzipielle Verfassungsfragen können nicht Gegenstand von „Experimenten“ sein!

4. Am 12. November, so heißt es,  sollen die „Parteipräsidenten“ der 5 Parlamentsparteien zusammenkommen, um unter sich zu beraten. Es besteht die Gefahr, dass sie im dunklen Kämmerlein einen unbefriedigenden Kompromiss oder ein neues Ausweichmanöver austüfteln. Wir fordern dagegen eine öffentliche Debatte, an der nicht nur ALLE Parteien, sondern vor allem auch alle interessierten zivilgesellschaftlichen Organisationen sich beteiligen.

5. „déi Lénk“ wird diese öffentliche Debatte selbst fördern und auch ihre eigenen Vorschläge für eine „Alternative“, für eine Erziehung zu kritischem Denken und solidarischem Handeln einbringen.

(Mitgeteilt von 'déi Lénk', 28. 10. 2007)

Retour à la liste
 

Prochains évènements

  • Vendredi Rouge: "(laisser-)/faire" avec Serge Kollwelter

    Plus d'informations
 
 

Agenda

L M M J V S D
 
1
 
2
 
3
 
4
 
5
 
6
 
7
 
8
 
9
 
10
 
11
 
12
 
13
 
14
 
15
 
16
 
17
 
18
 
19
 
20
 
21
 
22
 
23
 
24
 
25
 
26
 
27
 
28
 
29
 
30
 
31
 
 
 
 
 

Newsletter

GOOSCH.LU

déi Lénk on twitter

 

Recherche


Recherche avancée