N° 225 - Inhalt Sommaire
- Gregor Gysi am 9. Mai im Peuple
- Ët gëtt héich Zäit: Tous ensemble contre le démantèlement social! Appel à participer à la manifestation du 16 mai
- Meinungsumfragen hinterfragen!
- Die Heilige Allianz der Steuerhinterzieher
- Ce que coûte le secret bancaire
- La directive temps de travail ou le retour du syndrome Bolkestein
- Crise du modèle économique et social luxembourgeois - Quelles alternatives?
- Europaparlament: Lulling, Goebbels und Turmes einer Meinung
- Basta à a ripressione*
- Dünnere Luft für Portugals Auswanderer
- Wohin mit dem Klimakiller Kohlendioxid?
- Ein Leserbrief: "... es lebe die Arbeit!"
- Les candidats de déi Lénk en débat
- Kurz berichtet -
- Agenda -
Gregor Gysi am 9. Mai im Peuple
Um "Linke Alternativen zur Krise", geht es beim Meeting mit Gregor Gysi und André Hoffmann am Samstag, den 9. Mai 2009 um 20.00 Uhr in der Maison du Peuple in Esch-Alzette.
Auf Einladung von déi Lénk kommt Gregor Gysi, Fraktionsvorsitzender von "Die Linke" im deutschen Bundestag, nach Luxemburg. Nach der Einleitung von André Hoffmann und der Rede von Gregor Gysi ist Platz für eine offene Diskussion.
Die Wirtschaftskrise hat das Aufbegehren gegen den Liberalismus noch deutlicher auf den Punkt gebracht. Wie müssen die Alternativen gegen die Krise aussehen? Es gibt unterschiedliche Erfahrungen, unterschiedliche Strategien in den verschiedenen Ländern und Strömungen. Und doch sollte ein neuer Internationalismus entstehen, anstatt dass alle ihrer eigenen Bourgeoisie hinterherlaufen.
déi Lénk hatten bereits Mélenchon eingeladen und werden wohl noch Krivine kommen lassen. Gregor Gysi wird gemeinsam mit André Hoffmann über "Linke Alternativen zur Krise" sprechen.
Traduction simultanée en français.
Ët gëtt héich Zäit: Tous ensemble contre le démantèlement social! Appel à participer à la manifestation du 16 mai
La crise financière a heurté de plein fouet tous les pays de la planète et a provoqué une crise économique globale. Les patrons continuent à se servir royalement. Les responsables politiques refusent de remettre en cause la politique néolibérale de la dérégulation et de la concentration des richesses. Pour le sauvetage des banques, l’Etat est appelé à la rescousse, les coûts en sont répercutés sur ceux qui paient les impôts et sur les salariés. Des emplois sont supprimés, les revenus des salariés réduits, les systèmes de protection sociale remis en cause et les gens sont poussés dans la pauvreté.
Dans toute l’Europe, les citoyens commencent à résister contre cette manière de gérer la crise qui consiste à protéger les véritables responsables de la crise et à en faire supporter le poids par les salariés et les retraités. Début avril, de nombreuses personnes à travers l’Europe ont manifesté sous le mot d’ordre «Nous ne payons pas pour votre crise».
Dans toute l’Europe, il y aura de nouvelles manifestations contre le démantèlement social le 15 et le 16 mai. Aussi au Luxembourg. déi Lénk, qui se bat depuis longtemps contre toutes les formes de démantèlement social, saluent la décision des syndicats de manifester le 16 mai à Luxembourg contre le démantèlement social, pour la sauvegarde de l’emploi, le pouvoir d’achat, l’index et les systèmes de sécurité sociale. déi Lénk appelle ses membres, les salariés et les retraités à participer massivement avec leurs familles à cette manifestation contre le démantèlement social.
Mobilisation contre tout démantèlement social!
Nous appelons à la mobilisation contre toute forme de démantèlement social, que ce soit de la part du patronat, de la commission européenne ou de la part du gouvernement CSV-LSAP qui a manipulé l’indexation des salaires pendant des années, fait des cadeaux fiscaux aux entreprises, remis en cause l’indemnité de chômage pour les jeunes, promu des formes de spéculation à hauts risques et favorisé la concentration des richesses entre les mains d’une minorité de profiteurs.
Nous mobilisons aussi contre toute forme de démantèlement social après les élections, contre l’augmentation planifiée de l’âge de départ en retraite, contre la privatisation de prestations sociales, contre la réduction des salaires d’entrée dans la fonction publique, contre les réductions d’effectifs et les pertes de pouvoir d’achat, contre les manipulations renouvelés de l’index, en particulier lorsque l’inflation reprendra.
Nous mobilisons pour des mesures concrètes contre la crise, pour une augmentation massive du salaire minimum de 300 euros, pour l’interdiction des licenciements dans des entreprises qui font des profits, pour une réduction du temps de travail et pour un renforcement des services publics (crèches, écoles, transports publics, électricité et eau…), pour un contrôle et une régulation des marchés financiers, pour une taxation de la spéculation, pour une redistribution des richesses d’en haut vers en bas, pour des réformes structurelles anticapitalistes C’est pour cela que nous nous battons, le 16 mai et au-delà.
Et gëtt héich Zaït!
Meinungsumfragen hinterfragen!
Serge Urbany - Über die Umfragen der beiden größten Tageszeitungen, die den Regierungsparteien nahestehen, muss man sich Fragen stellen.
Wie kann z.B. eine kumulative Umfrage, die bei immer denselben Befragten während 6 Monaten durchgeführt und deren Mittelwert dann veröffentlicht wird, irgendeinen Trend aufzeigen? Z.B. liegt der Mittelwert der letzten „Tageblatt“-Unfrage - durchgeführt zwischen November und April - im Januar, also bevor Listen und Wahlprogramme bekannt waren.
Wie kann man aus dem déi Lénk-Resultat von 2,7% im Süden und im Zentrum schließen, dass diese Partei keine Chance hat, einen Sitz zu bekommen, wenn man weiß, dass bereits mit einem Prozent mehr ein Restsitz möglich ist (mit 4,16% hat man einen festen Sitz im Süden und mit 4,54% im Zentrum). Das umso mehr wenn man weiss, dass die statistische Irrtumsrate bei Umfragen bei ca 2% liegen dürfte.
Eine wichtige journalistische Regel ist die Trennung von Fakten und Kommentar. Wie ist es dann möglich, dass im „Tageblatt“ auf fast schon rituelle Art seit Jahren verbreitet wird, „getrennt“ hätten déi Lénk keine Chance einen Sitz zu bekommen. Und das selbst dann als, wie das bei vorigen Meinungsumfragen vorgekommen ist, deren Ergebnisse im Zentrum oder im Süden zwischen 3% und 4% lagen, einmal sogar im Zentrum bei 4,1%?
Wie kann eine seriöse Umfrage es sich erlauben, beim letzten Personen-„Politbarometer“ vor den Wahlen den bekanntesten Repräsentanten von déi Lénk, André Hoffmann, welcher in den letzten Umfragen regelmäßig zumindest Resultate in Höhe der LSAP-Abgeordneten im Süden bekommen hat, einfach wegzulassen?
Umso bedenklicher ist diese Vorgehensweise, wenn man weiß, dass gerade diese Umfrage in den letzten Tagen des Monats April durchgeführt wurde und also aktuellen Aufschluss nicht nur über Personen, sondern auch über Parteien gibt. Gleichzeitig wird übrigens auch eine rezente Meinungsumfrage über die Europawahlen im „Tageblatt“ kommentiert - ohne aber deren Resultate ganz zu veröffentlichen. Weshalb?
Die Ergebnisse zeigen zumindest, dass die Regierungsparteien immer mehr in Frage gestellt werden. Und sie zeigen, dass déi Lénk reelle Chancen haben, die sie sich nicht durch voreingenommene Kommentare und unterschlagene Tatsachen madig machen lassen sollten !
Die Heilige Allianz der Steuerhinterzieher
henri.wehenkel - Das alberne Geschrei, die Kraftmeierei, die patriotische Front für das Steuergeheimnis sind nicht nur lächerlich, sondern dumm und kontra-produktiv.
Es war dumm die Reden von Müntefering und Steinbrück ernst zu nehmen. Ein Einmarsch der Bundeswehr steht nicht bevor. Auch in Deutschland ist Wahlkampf. Schweigen wäre nützlicher gewesen.
Es war dumm ein Bündnis zu schließen mit der Schweiz, Liechtenstein und Österreich. Der Mann von der Straße wird sagen: Sag mir wer Deine Freunde sind, dann sag ich Dir wer Du bist. Oder auch: mit gegangen, mit gehangen.
Es war dumm Mosar, Negri und Bausch nach Paris zu schicken, denn sie haben dort durch Inkompetenz geglänzt. Was alle Spatzen von den Dächern pfeifen und wogegen alle Staatsanwälte Europas Beschwerde führen, kann man nicht wegleugnen.
Es war von Juncker nicht ganz gescheit, den Pariser Gipfel über Steuerparadiese zu boykottieren und sich zu beklagen, dass er nach London überhaupt nicht eingeladen wurde. Juncker hat auf europäischer Bühne ausgedient und abgedankt. Nun will er als Eurofin-Präsident abdanken und Cohn-Bendit bringt ihn nicht einmal mehr für die Nachfolge von Barroso ins Gespräch. Der Held von Dublin ist müde.
Der Krieg für das Steuergeheimnis ist ein verlorener Kampf. Dadurch dass man ihn bis zum bitteren Ende weiterführt, schadet man dem Finanzplatz und ruiniert seinen Ruf. Umdenken und umdisponieren wäre gescheiter gewesen.
Wenn man wirklich die Steuerhinterziehung unmöglich machen will, dann soll man eine Steuerauskunft nicht erst auf Anfrage geben und von den Steuerbehörden verlangen, dass sie zuerst den Beweis vorlegen für das was sie wissen wollen. Und man drohe nicht mit einem Veto, wenn man beim Abkommen über die Quellensteuer den automatischen Informationsaustausch nach Ablauf der Übergangszeit zugesagt hat.
Man spreche nicht von einem Schutz des Rechtes auf Privatsphäre und einer Verteidigung Luxemburger Interessen. 90% der Luxemburger bezahlen ihre Steuern bis auf den letzten Cent. Sie sind keine Steuerhinterzieher und sie werden sich auch nicht für die Steuerhinterzieher im Weltmaßstab missbrauchen lassen. Auch Reiche und Großkonzerne sollen Steuern bezahlen.
Wenn die Existenz des Finanzplatzes wirklich von der Steuerhinterziehung abhängig sein sollte, dann erbarme man sich unser. Und verfluche die Politiker von Werner über Santer bis Juncker, die uns in diese Falle gelockt haben.
Ce que coûte le secret bancaire
hw -Le président Obama a annoncé lundi des mesures contre l’évasion fiscale, mesures qui permettraient de récupérer la somme de 210 milliards de dollars sur 10 ans. Le taux d’imposition des entreprises s’élève aux Etats-Unis à 35%. Selon le cabinet Deloitte les multinationales américaines ont payé en 2004 seulement 16 milliards sur les 700 milliards de bénéfices réalisés, soit 2,3%. Les mesures annoncées par Obama permettraient d’augmenter de 8% le taux d’imposition effectif. Cela suffit pour que le président de la Business Roundtable parle de mesures confiscatoires.
En France Eric Woerth, le ministre du Budget, estime le coût de l’évasion fiscale à un montant se situant entre 29 et 40 milliards d’euros, auquel s’ajoutent 5 à 6 milliards d’euros de prestations sociales non versées.
L’évasion fiscale utilise deux instruments, dont le Luxembourg s’est amplement pourvu, d’une part le secret des affaires et d’autre part la titrisation, c'est-à-dire le changement d’étiquette des capitaux transférés. Le principal tort n’est pas la mise à l’abri de fortunes mal acquises ou ce qu’on appelle blanchiment, mais le transfert de sommes colossales par les multinationales. Le paradis fiscal est en fait une chambre noire qui permet d’occulter les liens entre deux sociétés filialisées et de faire disparaître les bénéfices par la surfacturation de prix devenus fictifs.
Le Ministère des Finances français estime que 60% du commerce mondial est constitué par de tels transferts entre des filiales d’une même multinationale et échappe par conséquent à tout contrôle grâce aux moyens de dissimulation existant dans les paradis fiscaux. Ce système permet non seulement d’échapper à l’impôt mais aussi à rendre impossible le contrôle des transferts de capitaux et de technologies des pays à hauts salaires vers des pays à bas salaires, le dumping social et les délocalisations.
La lutte contre les paradis fiscaux s’attaque à un ressort essentiel de la domination mondiale du capitalisme. Elle est la condition d’une lutte efficace contre les fermetures d’usines pour raisons économiques ou pour endettement. Voir Villeroy&Boch et ArcelorMittal. Les mesures annoncées inciteront sans doute les entreprises concernées à rapatrier leurs capitaux et à éviter les Etats-voyous, à condition qu’elles deviennent effectives.
La Tribune, 6.5.09
La directive temps de travail ou le retour du syndrome Bolkestein
Michel Erpelding - Le débat autour de la directive Bolkestein avait mis en évidence l’hypocrisie du gouvernement luxembourgeois en matière de politique sociale européenne: côté pile, Juncker se pose en défenseur grandiloquent des droits des travailleurs; côté face, ses émissaires à Bruxelles sapent les fondements mêmes de l’État-providence. Cette tragi-comédie risque aujourd’hui de se reproduire s’agissant de la directive temps de travail qui est actuellement en cours de renégociation.
Cette directive adoptée en 1993 concerne directement l’ensemble des salariés européens. Elle limite notamment la durée maximale hebdomadaire de travail à 48h/semaine, heures supplémentaires comprises. Cette règle a été jugée inacceptable par le Royaume-Uni, qui a obtenu l’insertion d’une clause permettant à certains États d’y déroger de manière optionnelle, et de faire travailler les salariés jusqu’à 78h/semaine. Aujourd’hui, quinze États membres utilisent cette fameuse clause opt-out. Pour l’instant, le Luxembourg n’en fait pas partie.
Pour l’instant. Car la directive fait aujourd’hui l’objet d’âpres marchandages à Bruxelles et à Strasbourg. Comme pour la directive Bolkestein, il y a un désaccord important entre la Commission et le Conseil d’une part, et le Parlement européen d’autre part. Les premiers souhaitent en effet conserver la faculté du opt-out tout en ramenant le temps maximum permissible dans ce cas à 65h/semaine. Le Parlement européen, quant à lui, veut en finir pour de bon avec ce mécanisme dérogatoire au bout d’une période transitoire de 3 ans. Cette position a été adoptée à la majorité confortable de 421 voix pour, 273 contre et 11 abstentions. Or ce n’est pas le Parlement qui a le dernier mot en Europe.
Au lieu d’accepter le verdict des eurodéputés, Commission et Conseil ont donc suspendu les négociations jusqu’après les élections européennes, espérant sans doute l’élection d’un Parlement plus docile. Reste à savoir quelle est la position du gouvernement luxembourgeois dans cette affaire. Hélas, les déclarations du ministre Biltgen à cet égard ne sont pas sans rappeler les contradictions de l’affaire Bolkestein. Car si le Luxembourg dit officiellement approuver la position du Parlement, il n’a pas pour autant hésité à soutenir jusqu’au bout la position du Conseil…
Crise du modèle économique et social luxembourgeois - Quelles alternatives?
Nous sommes engagés dans une période de changements rapides et profonds. La crise économique et financière révèle la fragilité du «modèle luxembourgeois» de développement. Alors qu’il était évident que ce modèle n’était pas soutenable du point de vue écologique, les turbulences qui s’annoncent sur la place financière montrent qu’il risque aussi ne pas l’être du point de vue social et économique. A un moment où la recherche d’alternatives est devenue urgente, transform! Luxembourg organise une soirée de débats et d’échanges sur les alternatives sociales et économiques face à la crise du modèle néolibéral.
Nous souhaitons commencer à dessiner des pistes de réflexion et d’action pour des alternatives au modèle néolibéral. Les questions auxquelles il faut trouver des réponses sont nombreuses. La crise financière actuelle marque-t-elle réellement la fin de l’idéologie du «laissez-faire» et le début d’une nouvelle époque marquée par un capitalisme régulé ? Quel est l’impact de la crise sur le modèle luxembourgeois de développement ? Quelle sera la physionomie du Luxembourg dans un éventuel capitalisme post-financier? Quelles institutions sociales et politiques peuvent rendre la société plus égalitaire? De quels leviers disposons-nous au Luxembourg et en Europe pour créer plus d’égalité et de solidarité? Quelles coalitions sociales existent-ils pour imposer d’autres choix de société?
Transform-Luxembourg organise à ce sujet une Réunion de débat ce jeudi 7 mai de 18h30 à 21h30 au 19, rue Epernay à Luxembourg-Gare (local de l’OGBL)
Il y aura de courtes présentations:
- La place financière luxembourgeoise: une nouvelle donne (Guy Foetz)
- Le modèle néolibéral en déroute : pistes pour des alternatives sociales et économiques (Jean Langers)
Les présentations seront suivies d’un débat qui devrait déboucher sur l’adoption ultérieure d’un document de positionnement de transform! Luxembourg.
Europaparlament: Lulling, Goebbels und Turmes einer Meinung
Andreas Wehr - Die spektakulären Ermittlungen gegen deutsche Prominente wegen Steuerbetrugs im Februar 2008, begangen in Liechtenstein, offenbarten erhebliche Rechtslücken in der europäischen Zinsbesteuerungsrichtlinie. So ist es heute möglich, die Richtlinie zu umgehen, wenn zwischengeschaltete Anlageformen (juristische Personen, wie etwa Stiftungen, oder Rechtsvereinbarungen) genutzt werden.
Während eines Übergangszeitraums wenden Österreich, Belgien und Luxemburg anstelle der Auskunftserteilung eine Quellensteuer an. Sie teilen die Einnahmen hieraus mit dem Wohnsitzmitgliedstaat des wirtschaftlichen Eigentümers. Doch die Einnahmen aus dieser Quellensteuer blieben enttäuschend gering, so dass schon lange die Forderung besteht, diese besondere Regelung für die drei Länder abzuschaffen. Das EU-Parlament hat sich jetzt dafür ausgesprochen, die Ausnahmebestimmung spätestens 2014 auslaufen zu lassen.
Doch gegen den Wegfall der Quellenbesteuerung regte sich Widerstand im Parlament. Im Änderungsantrag 28 zum Bericht wurde die Möglichkeit einer dauerhaften Anwendung des Systems der Quellensteuer gefordert. Der Antrag wurde in namentlicher Abstimmung bei 87 Ja-Stimmen, 282 Nein- Stimmen und 27 Enthaltungen klar abgelehnt. Eingebracht worden war er von den konservativen Abgeordneten Astrid Lulling aus Luxemburg und Othmar Karas aus Österreich. Von besonderem Interesse ist, dass diese Forderung von den grünen Abgeordneten Johannes Voggenhuber (Österreich) und Claude Turmes (Luxemburg) unterstützt wurde.
Da sitzt im konkreten Fall ganz offensichtlich das nationale, egoistische Hemd eben näher als das ansonsten gern zur Schau gestellte progressive Bekenntnis! Sozialdemokratische Abgeordnete wie Robert Goebbels (Luxemburg) und Harald Ettl (Östereich) nahmen an den Abstimmungen erst gar nicht teil. (…) Doch für Ettl geht der Kampf weiter: "Das Abstimmungsergebnis bedeutet keinerlei rechtliche Verpflichtung für den Rat. Da der in Steuerangelegenheiten nur einstimmig Beschlüsse fassen kann, kann Österreich das Ende des Bankgeheimnisses trotzdem verhindern. Wir haben im Parlament das nötige Signal gesetzt, leider wurde unsere Initiative nicht angenommen."
ECON-Newsletter, 29.04.09 (gekürzt)
Basta à a ripressione*
ZaRo (Corsica) - Fin novembre 2007: le cirque Nicolas Sarkozy donne une représentation unique à Ajaccio. Officiellement cela s’appelle «Conseil des ministres délocalisé». Les organisations syndicales et nationalistes s’apprêtent alors à manifester contre la politique du gouvernement français. L’Etat envoie 1.500 CRS en renfort et interdit tout simplement la manif annoncée. Quelques 500 manifestants bravent l’interdiction et affrontent les quelques 2000 flics. Quelques jours plus tard, les arrestations fusent dans l’île...
C’est un bel exemple de comment la France gère les droits humains et sociaux sur l’île rebelle. En effet, il ne se passe pas une semaine sans que n’ait lieu une rafle parmi les milieux nationalistes. Les interpellations, parfois musclées, ne concernent pas que les militants, mais leurs familles sont également touchées. L’année passée, un militant nationaliste était arrêté à Sartène par des policiers lourdement armés alors qu’il accompagnait ses enfants à la sortie de l’école! Les enfants étaient évidemment sous le choc, alors que leur père aurait pu être interpellé à tout moment sans que les bambins n’aient été concernés.
Ces dernières semaines, ce sont surtout les militants de Corsica Libera qui se retrouvent dans le collimateur et en garde à vue.
Le mouvement Corsica Libera créé en février dernier est un regroupement de plusieurs courants nationalistes. Trois de ses dirigeants ont été placés en garde à vue la semaine passée pour une conférence de presse clandestine du FLNC (Front de libération national corse) en 2007! Deux jours plus tard, ils ont été relâchés sans qu’aucune charge n’ait été retenue contre eux! Corsica Libera dénonce ces interpellations et précise qu’il s’agit de discréditer le nouveau mouvement et de neutraliser son exécutif. Les trois militants ont par ailleurs dénoncé les «conditions inhumaines et dégradantes» dans lesquelles s’est déroulée leur détention.
Et Jean-Guy Talamoni, un des dirigeants de Corsica Libera de préciser: «Les raisons de ce harcèlement policier et judiciaire sont faciles à comprendre. Les tenants du système politico-économique ne se trompent pas d’adversaire : (…) Ils ont compris qui pouvait menacer leurs projets et leurs intérêts.»
*La répression, ça suffit (Corse-matin, 2 mai 09)
Dünnere Luft für Portugals Auswanderer
Pol Back - Kürzlich machte die bürgerliche „Neue Zürcher Zeitung“ darauf aufmerksam, dass kein anderes EU-Land so stark wie Portugal die Ware Arbeitskraft sowohl ein- als auch ausführt. Vielen Luxemburgern ist wahrscheinlich nicht bekannt, dass die hiesigen Immigranten aus Portugal in ihrer Heimat durch eingewanderte Arbeitskräfte ersetzt werden, die bereit sind für den portugiesischen Mindestlohn von 450 Euro zu arbeiten.
2007 hatten 436.000 Ausländer einen legalen Job-Aufenthalt in Portugal. Seit 1980 hat sich die Zahl der ausländischen Arbeitskräfte alle 10 Jahre verdoppelt. Die portugiesische Ausländer- und Grenzbehörde zählte 2007 66.000 Brasilianer, 64.000 Kapverdianer (von denen wohl einige weiter nach Luxemburg migrieren werden), 39.000 Ukrainer und 33.000 Angolaner. Auf den Baustellen findet man Afrikaner und Ukrainer und in vielen Gast- und anderen Dienstleistungsbetrieben Brasilianer. Man kann also angesichts der anhaltenden starken Emigration aus Portugal – u.a. nach Luxemburg – von einem Austauschprozess sprechen.
Die Globalisierung bringt für die Portugiesen, ob in Portugal oder in den Gastländern (Schweiz, Luxemburg, Frankreich, England…) eine verschärfte Konkurrenz auf dem Arbeitsmarkt. Nach der Nelkenrevolution 1974 und der Befreiung von der faschistoiden Salazar-Diktatur kam es in Portugal zu einer Demokratisierung. Hatte man gehofft, das Land werde sich nun vom Status des „Armenhauses von Europa“ befreien, so war das auf Dauer leider nicht der Fall. Auch der Beitritt zur EU 1986 und der Auftrieb durch die finanziellen Hilfen vermochte den Auswanderungsfluss nie versiegen zu lassen. Die seither herrschende Freizügigkeit verstärkte ihn eher noch.
Nach einem starken Wachstum in der 2. Hälfte der 90er Jahre erlahmte die Wirtschaft und oft zwielichtige Subunternehmer entsendeten die portugiesischen Arbeitskräfte über die Woche ins boomende Spanien oder „entlieh“ sie für Monate in das im Aufbau stehende Ostdeutschland. Aus Menschen wurden moderne Lohnsklaven, die gemäß der jeweiligen Auftragslage geheuert und gefeuert werden.
Da auch Luxemburg zurzeit eine wirtschaftliche Krise durchmacht, wird sich zeigen, wieweit es frisch eingewanderten, schlecht integrierten Portugiesen gelingen wird, sich auf dem hiesigen Arbeitsmarkt zu behaupten.
Wohin mit dem Klimakiller Kohlendioxid?
Wolfgang Pomrehn - Glaubt man Vattenfall, RWE und den anderen großen Stromkonzernen, dann ist ihnen die Quadratur des Kreises gelungen. Demnach können sie weiter ihre Kohlekraftwerke laufen lassen, die für über ein Drittel der hiesigen Treibhausgasemissionen verantwortlich sind, und dennoch das Klima schützen. Man brauche nur den Übeltäter Kohlendioxid (CO2 ) im Kraftwerk abzuscheiden und ihn im Untergrund oder am Boden der Ozeane abzulagern. Die Sache hat allerdings mehrere Haken: Die Technik existiert bisher nur in der Theorie. Sie wird nicht in alte Anlagen eingebaut werden können. Die Sicherheit etwaiger Lagerstätten ist bisher unbewiesen und im Falle der Entsorgung im Ozean höchst fraglich. Zudem wird das Ganze eine kostspielige und auch energieaufwendige Angelegenheit. Selbst Fachleute der Stromerzeuger geben zu, daß Abscheidung, Verflüssigung, Transport und Einlagerung des CO2 den effektiven Wirkungsgrad der Kohlekraftwerke um rund zehn Prozent vermindern würde. Selbst moderne Großanlagen werden dann nur noch maximal 35 Prozent der in der Kohle gebundenen chemischen Energie in Strom umwandeln.(…)
(…)Vor allem zwei Gefahren gehen von den Pipelines und den Lagerstätten aus: Das Gas könnte doch noch in die Atmosphäre gelangen und dort das Klima verändern. Und es kann in höheren Konzentrationen Mensch und Tier ersticken. So etwas passiert allerdings nur, wenn die Quelle in einer Senke liegt und Windstille herrscht. Dann kann dort CO2, das schwerer als Luft ist, den lebenswichtigen Sauerstoff verdrängen.
Derlei Unfälle sind bereits bekannt. In Mönchengladbach hat sich 2008 ein entsprechender Unfall ereignet, bei dem es zum Glück keine Toten gab. In einer Fabrik waren größere Mengen Kohlendioxid aus einer Löschanlage ausgetreten. In der Nachbarschaft wurden daraufhin mehrere Anwohner ohnmächtig. Ein Rettungssanitäter mußte auf der Intensivstation behandelt werden. Weniger glimpflich kamen über tausend Menschen in Kamerun davon, als dort 1986 ein Vulkansee nach einem kleinen Erdbeben größere Mengen des Gases freisetzte.
junge Welt 6.5.09
Ein Leserbrief: "... es lebe die Arbeit!"
Johnny Theisen - In Tagen der Finanz- und Wirtschaftskrise, der Pleiten und Pannen wird scheinbar alles getan, um die Arbeit wieder zu fördern. Es lebe die Arbeit, jeder hat ja ein Recht darauf. Und was nicht passt, soll wieder passend gemacht werden. Wohlverstanden, ohne Grundlegendes am bestehenden System zu verändern. Krisen wie diese werden sich deshalb wiederholen. Aber darum geht es ja nicht. Das Ideal der Vollbeschäftigung wird weiter gepriesen und es soll auch wieder kräftig konsumiert werden, denn wir brauchen stetes Wirtschaftswachstum damit dieses System überhaupt funktionieren soll und kann. Der einzelne Mensch zählt dabei immer weniger.
Gerade jetzt sollten unsere Politiker sich ernsthaft Gedanken machen, was an diesem System nicht stimmt. Es reicht nicht aus, Menschen zum Autokauf anzuspornen oder Schlösser und Burgen renovieren zu wollen, damit einige Firmen wieder Aufträge erhalten. Wo bleibt denn die generelle Diskussion über die Zukunft der Menschen, über die der Erde?
Diejenigen, die sich jetzt fast ununterbrochen, und im Hinblick auf den anstehenden Wahltermin, als Retter der Nation und als große Krisenmanager feiern lassen, tragen sicherlich nicht unerheblich Mitschuld an dem ganzen Fiasko. Jahrelang, jahrzehntelang wurden gewisse Machenschaften des Kapitalmarktes zumindest stillschweigend gebilligt und in Zukunft wird trotz allem weiterhin an den gleichen fatalistischen Grundprinzipien festgehalten werden. Auch und vor allem sollen die Bürger wieder Vertrauen in die Banken und in den Wertpapiermarkt bekommen. Wo aber bleiben Menschlichkeit und die Belange der Natur? Mehr Wirtschaftswachstum, mehr Arbeitsplätze (unter welchen Bedingungen?), mehr Investitionen, ...?
Vielleicht sollte man/frau sich Gedanken machen, aus diesem heuchlerischen System auszusteigen: Etwa ein paar Hektar Ackerland in einem südlichen Land erwerben, auswandern und vorwiegend als Selbstversorger nach eigenen Regeln leben, anstatt sich weiterhin vom Diktat des Kapitals und dem der Politik für dumm verkaufen und erpressen zu lassen, um einmal auf eine Rente zu hoffen, die frühestens mit 60 Jahren – und wenn Politik will, vielleicht auch mit 62 Jahren oder später - ausbezahlt werden soll.
Les candidats de déi Lénk en débat
Le tableau suivant informe sur la participation de candidates et candidats de déi Lénk lors de débats télévisés, radiodiffusés ainsi que lors de tables-rondes organisées par des associations et ONG. Les titres précis de ces derniers débats sont à vérifier sur les dépliants édités par les organisations.
Sur RTL télé-de 20.00 à 21.00 heures:
Freideg, 8. Mee: D'Kris: ass de lëtzebuerger Sozialmodell a Gefor; Justin Turpel
Freideg, 15 Mee: Landesplanung, Logement an Transport; Frank dit Tun Jost
Freideg, 22. Mee: Educatioun a Formatioun: d'Schoul vu muer; Melanie Noesen
Freideg, 29. Mee: Déi grouss Enjeu'e vun de Wahlen (têtes de liste); André Hoffmann
Samschdeg, 30. Mee: Plaz vu Lëtzebuerg am Europa vu muer; Michel Erpelding
RTL Telé, émission"Kloertext"
Sonndeg, 17. Mee, "Kloertext" mam Sveinn Graas
Um Radio vun 13.00 bis 14.00 Auer op RTL an um 100,7
Samschdes, 9. Mee: Intégratioun: Dat kléngt Lëtzebuerg an der grousser Welt: David Wagner
Samschdes, 16. Mee: Educatioun a Formatioun: Vun der Kannerbetreiung bis an de Beruff: Guy Foetz
Samschdes, 23. Mee: Déi grouss Enjeu'e vun de Wahlen (têtes de liste): André Hoffmann
Samschdes, 30. Mee: Kris: A wat kënnt duerno?: Serge Urbany
Samschdes, 6. Juni: Europawalen: Solidaritéit an Europa: Janine Frisch
Eldoradio: kuerz Interviewen
Donneschdeg, 7. Mee, vun 12.50 - 13.20 Auer: David Wagner
Freideg, 15. Mee, vun 12.50 - 13.20 Auer: David Wagner
Méindeg, 18. Mee vun 12.50 - 13.20 Auer: Claude Frentz
Méindeg, 25. Mee, vun 17.20 - 17.50 Auer: Claude Frentz
Tables-rondes organisées par les associations et ONG:
Table Ronde Jugend, am Centre Civique zu Hesper, Freideg, 8. Mee 2009 mam David Wagner
Maacher Lycée "Educatioun, Emwelt, Aarbechtsmaart", Freideg, 8. Mee 2009 ëm 10.15 bis 12.15 Auer am Lycée Grevenmacher, Jang Krier a Sveinn Grass
Mouvement écologique - Sud: "Entwécklung vun der Südregion", Mëttwoch, 13. Mee 2009 ëm 20 Auer; Frank Jost dit Tun
Centre pour l'égalité des chances: débat sur l'égalité des chances, mercredi, 13 mai 2009 à 17.30 heures au Centre Neumünster; Claude Frentz
Mouvement écologique - Norden: "Wéi geet et weider mat der Nordstad-Regioun?", Mëttwoch den 13. Mee um 20 Auer am Stadhaus zu Ettelbréck; Leo Rippinger
Mouvement écologique - Müllerthal-Echternach: "Mëllerdall / Petite Suisse Luxembourgeoise: Wéi eng Entwécklung fir eis Regioun?" e Freiden, de 15. Mee um 20 Auer an der Salle des Fêtes vun der Primärschoul (neit Gebai) zu Iechternach; Théo Tibesart
ASTM, Caritas, Greenpeace, 180°: "Klimawandel und Klimaschutz", Méindes, 18. Mee 2009; Frank Jost dit Tun
CarréRotondes: "politique culturelle pour les jeunes", mardi, 19 mai 2009 à ?? heures au CarréRotondes; Sveinn Graas
Asti: "Le Parlement européen et l'immigration" mercredi, 3 juin 2009, avec un candidat européen ...
Kurz berichtet - En bref
Asselborn wird an biometrischer Erfassung festhalten
Frank Jost - Im Streit um die biometrischen Passfotos, die ab Juni in den Gemeinden aufgenommen werden, hat Außenminister Jean Asselborn eine Zusammenkunft mit den Berufsfotografen anberaumt, bei der das Problem erörtert werden soll. Die Berufsfotografen werden 30 % ihrer Einkünfte verlieren. Sie protestieren nun gegen die „Verstaatlichung“ dieser Dienstleistung. Die Spitzelapparate stehen aber bereits in den Gemeindehäusern.
Dieser Streit verdeckt nun den wirklichen Skandal, der in der biometrischen Erfassung eines ganzen Volkes besteht. Noch weil es George Walker Bush so gewollt hatte, werden neben dem digitalen Foto auch die Fingerabdrücke der Antragsteller in den Rathäusern aufgenommen. Aus der breiten Öffentlichkeit verlautet keinerlei Protest. Der gläserne Bürger scheint niemanden zu stören. Oder ist es dadurch zu erklären, dass niemand die Initiative zum Protest ergriffen hat?
Goebbels nützlich?
(S.U.) Nützlich wählen für Europa sei mit einem Votum „für eine der großen Fraktionen“ im Europaparlament verbunden. Das seien die Rechten, die Sozialisten, die Liberalen, in einem geringeren Masse die Grünen. „Jede Stimme für ADR, déi Lénk, KP und andere Jaerlinge sind deshalb verlorene Stimmen für unser Land.“ So heißt es fett gedruckt auf S. 2 eines Europaflugblattes der LSAP!
Abgesehen von der Tatsache, dass die Fraktion der Linken im Europaparlament, bei der déi Lénk assoziiertes Mitglied ist, stärker als die der Grünen ist, spricht dieser Appell doch Bände für die Art und Weise wie diese Partei Demokratie versteht: als freie Fahrt für die Parteien, die bereits in den Gremien sind, auf dass sich ja nichts ändere. Auf der gleichen Seite prangt übrigens auch das Portrait des unternehmerfreundlichen Robert Goebbels – Statthalter der LSAP in Straßburg – mit einem Aufruf aus seiner Feder: „Pour une Europa plus sociale“. A wann s de net geess!
Agenda - Agenda
Jeudi, 7 mai de 18h30 à 21h30, 19, rue d’Epernay à Luxembourg-Gare (local de l’OGB-L) Crise du modèle économique et social luxembourgeois – Quelles alternatives? Organisateur: transform! Luxembourg (Voir article dans ce numéro.)
Samstag, den 9. Mai 2009 um 20 Uhr, Maison du Peuple à Esch-sur-Alzette, Linke Alternativen zur Krise. Meeting von déi Lénk mit Gregor Gysi und André Hoffmann. Siehe auch 1. Seite.
Jeudi à samedi, 7, 8 et 9 mai 2009, Campus Limpertsberg de l’Université du Luxembourg, 3es Journées socioculturelles et sportives. Organisateur: Cecle des étudiants africains au Luxembourg.
Mai-juin 2009, cafeteria du campus Kirchberg de l’Uni-Luxembourg, Exposition: Femmes, Sciences et Technologies. L’Université du Luxembourg et PRO-SUD présentent onze femmes qui se sont vu attribuer douze prix Nobel en physique, chimie et médecine.
Freitag, 15. Mai 2009, um 19 Uhr, Festsaal des Bettemburger Schlosses, Leben als Frau mit einer Behinderung. Konferenz mit Andrée Biltgen, Film und Diskussion. Übersetzung in die deutsche Gebärdensprache. Organisation: Solidarität mit Hörgeschädigten asbl.
Mercredi, 20 mai 2009, 19.00 heures au Centre Dr. Marie-Paule Molitor-Peffer, 4, rue G.C. Marschall, Luxembourg : Assemblée générale du Planning Familial.
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