Firwat Jonker déi Lenk wielen?

05/15/2009

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De Video vun der Pressekonferenz

Well den Neoliberalismus ni eise Béier wor. Déi Jonk vun haut hunn et vill méi schwéier wéi hir Elteren, fir sech eng Existenz opzebauen. Dat ass keen Zoufall, mee d’Konsequenz vun iwwer 20 Joer Neoliberalismus – Sozialofbau, Delokaliséierung, Privatiséierung, Prekariséierung, Chômage. An net ze vergiessen: Tonne Goss fir déi Räich. Elo muss Schluss sinn mat däer Kasinospolitik. déi Lénk hu sech ni dorunner bedeelegt a wäerte kucken, datt d’Suen nees gerecht ëmverdeelt ginn.

Well mir wëssen, wat fir een Europa mir wëllen. Genee wéi déi meescht Jonk zu Lëtzebuerg hunn déi Lénk sech géint d’Europäesch Verfassung an de Lissabonner Vertrag ausgeschwat. Firwat? Sëcher net aus dommem Nationalismus! Mir sinn der Iwwerzeegung, datt eis Zukunft an Europa läit – mee an engem sozialen, friddlechen, a virun allem demokrateschen Europa. An esou engem Europa kéint et keng Bolkestein-Direktive ginn, keng Privatiséierung vun der Post a kee neoliberale Kommissiounspräsident Barroso – dofir e staarkt europäescht Parlament, gesamteuropäesch öffentlech Déngschtleeschtungen a sozial Minimumregelen.

Well all Schüler a Studenten zu Lëtzebuerg e Recht op eng gutt Bildung hunn. Eise Schoulsystem ass net nëmmen immens ongerecht géintiwwer Auslänner. Och vill Lëtzebuerger Schüler maachen hieren Ofschloss am Ausland, obwuel si bei eis am Land schons ofgeschriwwe goufen. D’Uni ass ondemokratesch an all Joer méi deier (Studiegebühren), a verkënnt ëmmer méi zu engem Instrument an den Hänn vun der Wiertschaft. déi Lénk si fir eng grondsätzlech Reform vum Bildungssystem. Keng blann Gläichmaacherei, mee gläich Chancen a Rechter fir jiddfereen am Kader vun enger laizistescher Schoul. D’Uni soll vum Staat finanzéiert, vu Proffen a Studente fräi verwalt ginn.

Matt déi Lénk wiels Du eng alternativ Stëmm an d’Chamber. Dat ass haut batter néideg. Méi wéi je. Well an Zäite vu Kris besteet eng reell Gefor vu Rietspopulismus an Auslännerfeindlechkeet, wéi den ADR et ëmmer méi beweist. Déi Lénk sinn eng Stëmm géint Xenophobie a Rassismus, géint eng iwwerwaachte Gesellschaft à la Frieden, géint eng Gesellschaft déi nëmme no Profit kuckt a wou de Mënsch an d’Natur op der Streck bleiwen. Wann s du wëlls datt endlech mol erëm eng aner Stëmm an der Chamber an doriwwer eraus ze héieren ass, da wiel nëtzlech, da wiel déi Lénk. Et gëtt héich Zäit!

Arm trotz Arbeit?

Die Kaufkraft der Leute, die von ihrer Arbeit leben, muss unbedingt gestärkt werden. Die Profite der Betriebe sind in den letzten Jahren schneller gewachsen als die Löhne.

Die sozialen Ungleichheiten sind gröβer geworden und die Armut wächst ständig.

déi Lénk wollen deshalb den Mindestlohn um 300 Euro erhöhen, damit er oberhalb der relativen Armutsgrenze in Luxemburg liegt. Die automatische Anpassung der Gehälter an die Preisentwicklung (Index) muss wieder vollständig eingeführt werden.

Un toit c’est un droit

Se loger est un droit humain. Et pourtant, contrairement à ce qu’affirme avec dédain le ministre Biltgen, l’«Hôtel Mama» n’est pas un choix pour beaucoup de jeunes. Car trouver un logement à un prix abordable est très difficile au Luxembourg. La crise risque de ralentir encore plus la construction de logements. Voilà pourquoi une politique active de la part de l’Etat et des communes est nécessaire.

déi Lénk veulent combattre efficacement la crise du logement. Nous n’acceptons ni la spéculation immobilière qui a transformé nos centres-villes en shopping malls stériles, ni les loyers et les prix d’achat trop élevés.

Pour satisfaire les besoins, le Luxembourg devrait assurer la construction annuelle de 3.800 logements, au lieu des 2.000 à l’heure actuelle. C’est pourquoi déi Lénk veulent créer 2.000 logements supplémentaires par an, dans des villes qui vivent et respirent.

Zähne zeigen: Kündigungen verhindern

Arcelor-Mittal hat 2008 7 Milliarden Euro Gewinn gemacht – und hat gleichzeitig massiv Leute entlassen und Arbeitsplätze abgebaut, davon allein 400 in Luxemburg. Das schlechte Beispiel macht Schule, wie die geplante Schließung von Villeroy&Boch im Rollingergrund zeigt.

Für déi Lénk ist es nicht akzeptabel, dass Unternehmer, die satte Gewinne machen, gleichzeitig Beschäftigte entlassen.

déi Lénk werden im Parlament dafür eintreten, dass Entlassungen in Betrieben die Profite machen verboten werden. Dazu haben wir schon einen konkreten Gesetzesvorschlag ausgearbeitet, der die Rechte der Beschäftigten und der Personalvertretungen in den Betrieben stärkt.

Den Planeten retten, Mensch und Natur schützen!

Die Bekämpfung des Klimawandels und seiner Folgen ist eine der größten Herausforderungen des 21. Jahrhunderts. Zunehmende Stürme, Überschwemmungen und Wüstenbildung machen die Dringlichkeit des Handelns deutlich. Die fortschreitende Vernichtung unserer Umwelt und der Klimawandel sind Ergebnisse des kapitalistischen Wirtschaftssystems. Dieses ist auf ständiges Wachstum angewiesen und steht somit im ständigen Konflikt mit der Natur.

Unter den Folgen des Klimawandels leiden vor allem die BewohnerInnen der armen Länder, die ihn am wenigsten zu verantworten haben. Infolge der Umweltzerstörung kommt es außerdem zu gewaltigen Fluchtbewegungen von Menschen, deren Leben existentiell bedroht wird. Die ökologische Frage ist daher gleichzeitig eine soziale Frage. Steigende Energiepreise und Heizkosten treffen auch in den Industrieländern vor allem ärmere Teile der Bevölkerung und vertiefen soziale Spaltungen.

Wie können uns nicht darauf verlassen, dass der technische Fortschritt die Probleme von alleine löst, sondern müssen uns jetzt unserer Verantwortung stellen: es gilt Treibhausemissionen drastisch zu reduzieren, in Energiesparmaβnahmen zu investieren, den öffentlichen Transport zu verbessern und auf erneuerbare Energien umzuschalten. Weltweit müssen die Ressourcen gerechter verteilt werden.

Lehrfabriken abschalten

Das luxemburgische Bildungssystem bleibt, trotz einiger zaghafter Reformversuche, ein veraltetes System, das nicht für die Herausforderungen des 21. Jahrhunderts und eine veränderte luxemburgische Gesellschaft gewappnet ist. Unser aktuelles Schulsystem benachteiligt vor allem Kinder mit einer weniger privilegierten sozio-ökonomischen Ausgangslage oder mit Migrationshintergrund. Soziale Ungleichheit wird reproduziert und verstärkt. Dabei sollte gerade die Schule ein Ort sozialen Zusammenhalts und gemeinsamen Lernens sein. Bildung bleibt ein Menschenrecht und darf nicht zur Ware werden. Sie muss für alle Kinder und Jugendlichen zugänglich sein, unabhängig von ihrer sozialen oder kulturellen Herkunft und von ihrer geistigen oder körperlichen Verfassung.

Damit das luxemburgische Bildungssystem allen Schülern dient, fordern déi Lénk:

  • Eine inklusive Ganztags- und Gesamtschule, in der alle gemeinsam lernen und eine wirkliche Betreuung durch pädagogisches, sowie sozial-psychologisches Personal möglich wird.
  • Eine Universität die offen für alle ist. Auf der Uni.lu sollen die Studiengebühren abgeschafft werden.
  • Eine Schule, in der Demokratie nicht nur gelehrt sondern gelebt wird. Lernende müssen Mitbestimmungsrechte erhalten. Die Strukturen der Uni.lu und des Conseil national des élèves luxembourgeois müssen demokratisiert werden.

Ein anderes Europa

déi Lénk verstehen sich als Teil der europäischen Linken. Wir kritisieren den jetzigen Kurs der europäischen Einigung - er ist undemokratisch, neoliberal und rüstet Europa zu einer imperialistischen Militärmacht auf.

Wir setzen uns für einen linken Richtungswechsel in Europa ein. Deshalb wollen wir endlich Volksabstimmungen, damit die Menschen mit entscheiden können. Wir wollen offene Grenzen, ein friedliches Europa und die Durchsetzung sozialer Grundrechte wie europäischer Mindestlöhne und das Verbot der Privatisierung öffentlichen Eigentums. Kurz: wir wollen nichts weniger als die demokratische, soziale und zivile Neugründung der Europäischen Union.

Die Armee, ein Job mit Zukunft? Nein Danke!

Seit sieben Jahren nimmt Luxemburg teil am sogenannten Krieg gegen den Terror in Afghanistan. In Wirklichkeit werden die Kriege in Afghanistan und Irak für wirtschaftliche und geopolitische Interessen geführt, z. B. für Erdöl. Die luxemburgische Regierung und die Europaïsche Union wollen ihre Interessen zunehmend auch mit militärischen Mitteln durchsetzen. So sollen im Lissabonner Vertrag der EU nahezu unbegrenzte Kampfeinsätze, eine Pflicht zur Aufrüstung sowie ein EU-Rüstungsbudget festgelegt werden.

déi Lénk können nicht akzeptieren, dass einerseits Milliarden für Aufrüstung und Krieg ausgegeben werden und andererseits das Geld für Bildung und soziale Grundsicherung fehlt. Die wachsende Jugendarbeitslosigkeit wird vom Militär genutzt, um gezielt junge Menschen für die Armee zu werben.

Deshalb werden wir weiterhin aktiv gegen die Militarisierung kämpfen und unser Ziel eines friedlichen und solidarischen Europas offensiv in der Gesellschaft vertreten. Luxemburg soll auch aus der NATO austreten.

Freiräume

Die Luxemburger Städte sind monströse Konsum-Friedhöfe. Wir brauchen Frei(e)räume, um selbstbestimmt Kunst, Kultur, Freizeit, Sport und politisches Engagement leben und gestalten zu können. Wir wehren uns gegen die Privatisierung und Kommerzialisierung von Kultur in Rond Points und Banken. Wir streiten dafür, dass Theater, Museen und Konzerthäuser kritisch und unkonventionell sein können und der Eintritt frei ist. Aber auch jenseits der so genannten „Hochkultur” fordern wir öffentliche Förderung und Unterstützung unkommerzieller Kultur: der Einzelkünstler, Nachwuchsbands, der experimentellen Kunstformen und des Straßentheaters. Kunst und Kultur müssen freien Raum bekommen, sie dürfen und sollen bunt, kritisch und unbequem sein – und sie müssen für alle da sein.

Für eine verantwortliche Drogenpolitik

Der Drogenhandel floriert in Luxemburg wie noch nie – daran hat auch Luc Friedens Law and Order Politik nichts geändert. Während Dealer das Land mit Rauschmitteln meist sehr schlechter Qualität überschwemmen, was teilweise lebensgefährlich ist, füllen sich die Gefängnisse mit Suchtkranken. Aber auch normale Konsumenten, die mit nur wenigen Gramm Haschisch aufgegriffen werden riskieren, vor Gericht gestellt zu werden. Beispiele aus dem Ausland zeigen, dass die Entkriminalisierung von sogenannten leichten Drogen nicht zu mehr Konsum führt. Auch Tests mit kontrollierter Heroinabgabe an Schwerstabhängige haben gezeigt, dass gezielte Abgabe von harten Drogen Sucht bekämpft und eine gesellschaftliche Reintegration fördert.

déi Lénk fordern deshalb:

  • den Ausbau von Präventionsmaßnahmen,
  • mehr Gelder für Therapiestellen,
  • die kontrollierte Ausgabe auch von harten Drogen,
  • die Entkriminalisierung jeglichen Drogenkonsums und -besitzes,
  • die Legalisierung von sogenannten leichten Drogen.

Aufmucken gegen Sexismus

Noch immer werden Machtpositionen vor allem von Männern ausgeübt, verdienen Frauen weniger Geld - auch für die gleiche Arbeit. Frauen müssen einen Großteil der unbezahlten Arbeit in Haushalt, Kinderbetreuung und -erziehung leisten und sind überdurchschnittlich oft von unsicheren Arbeitsverhältnissen betroffen. Dies ist die Folge einer Gesellschaftsstruktur, die Menschen in zwei Geschlechter einteilt und diesen unterschiedliche soziale Rollen zuweist: der Frau meistens die Rolle als „aufopfernde Mutter” und dem Mann die Rolle als „karrierebewusster Ernährer”.

déi Lénk wollen diese Rollenzuschreibungen überwinden und lehnen ein binäres Geschlechtermodell ab. Wir treten für eine Gesellschaft ein, in der sich alle frei von geschlechtsspezifischen Zwängen entwickeln können und die Identität einer Person sich nicht über ein Geschlecht definiert. Des weiteren richten wir uns gegen die Diskriminierung von sexuellen Identitäten und Formen des Zusammenlebens jenseits der heterosexuellen Norm.

Wir stehen für selbstbestimmte Sexualität und fordern daher den freien Zugang zu Verhütungsmitteln sowie den legalen Schwangerschaftsabbruch und die Abschaffung jeglicher Privilegien der Ehe. Selbstverständlich fordern wir zudem die gleichen Verdienst- und Arbeitsmöglichkeiten unabhängig vom Geschlecht und den sexuellen Neigungen.

Hol dir dein Leben zurück!

In der derzeit herrschenden repräsentativen Demokratie ist die Umsetzung der eigenen Interessen und Belange schwer möglich, wodurch auch Politikverdrossenheit in der Bevölkerung entsteht. Das liegt daran, dass man lediglich Personen und Parteien wählt, die nach der Wahl nicht mehr an den Willen der WählerInnen gebunden sind. Kontrollmöglichkeiten sind ungenügend vorhanden. Die WählerInnen selber können nur alle paar Jahre begrenzt Einfluss nehmen. Das verstehen wir nicht unter Demokratie, also der Herrschaft des Volkes.

Jeder Bürger und jede Bürgerin muss die Möglichkeit haben, direkten Einfluss auf die Politik zu nehmen. Deshalb wollen wir verbindliche Volksabstimmungen und reale Mitbestimmungsmöglichkeiten auf allen politischen Ebenen. In Luxemburg, wo rund 40% der Einwohner und 60% der Arbeitnehmer Ausländer sind, ist das nicht der Fall. Deshalb wollen wir das Wahlrecht für alle Einwohner Luxemburgs, unabhängig von ihrer Nationalität, einführen.

Die Demokratisierung aller Lebensbereiche einschließlich der Wirtschaft ist notwendig. Darum müssen auch die Befugnisse der Personalvertretungen in den Betrieben gestärkt und ausgebaut werden.


déi Lénk wurden 1999 gegründet und sind somit die jüngste politische Gruppierung in Luxemburg. Schon damals war den GründerInnen klar, dass das kapitalistische Wirtschaftssystem immer mehr Menschen ausschließt und die Umwelt zerstört. Besonders die Jugend leidet unter diesem ungerechten System: Arbeitslosigkeit, Ausbildungsplatzmangel, fehlender Wohnraum und Überwachungsstaat treffen besonders die jungen Menschen! Dagegen setzen wir unser anti-kapitalistisches, radikal-ökologisches und basisdemokratisches Engagement.

Es ist höchste Zeit, für eine friedliche, ökologische und solidarische Welt zu kämpfen. déi Lénk sind eine Sammelbewegung in der sich verschiedene linke Strömungen zusammenfinden. Dabei spielt Basisdemokratie eine besondere Rolle: déi Lénk kennen keinen Chef und wissen es zu verhindern, dass sich die Gewählten von der Basis abnabeln.

Wir setzen dem kapitalistischen System, das Mensch und Natur gleichermaßen bedroht, unsere Vision eines freiheitlichen Ökosozialismus entgegen. Dafür lohnt es sich, hier und jetzt zu kämpfen. Denn die Gesellschaft von morgen wächst aus den Kämpfen von heute. Nur tote Fische schwimmen mit dem Strom!

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