Beschäftigungsmaßnahmen: „5611“ gescheitert!

05/28/2009

Seitdem die neuen Beschäftigungsmaßnahmen im Juli 2007 in Kraft traten, hat sich die Zahl der Jugendlichen in diesen Maßnahmen drastisch verringert.

Waren im Juni 2007 noch insgesamt 1708 Jugendliche in den alten CAT und SIE im öffentlichen und im privaten Sektor beschäftigt, sind es deren heute nur noch 551 in den neuen CAE und CIE. Die Verträge im Privatsektor gingen von 890 auf 362 zurück; beim Staat von 818 auf 189. Auch die Maßnahmen für Arbeitslose ab 30 Jahre gingen im gleichen Zeitraum von 352 auf 295 zurück.

Dabei ging es beim „5611“-Gesetz angeblich darum, den Jugendlichen reelle Beschäftigungschancen zu vermitteln. Doch trotz Entschädigungen von 80% des Mindestlohnes, zur Hälfte auf Staatskosten, und Ausdehnung der Beschäftigungsdauer wollen die privaten Arbeitgeber offensichtlich ihren Beitrag zur Bekämpfung der Jugendarbeitslosigkeit immer weniger leisten.

Die Rechnung der Regierung und des Arbeitsministers, durch eine Herabsetzung des Wertes der Arbeitskraft, durch „Aktivierungsverträge“ und einen Abbau der Beschäftigung junger Menschen im öffentlichen Sektor die Arbeitslosigkeit zu verringern, ging nicht auf! Da hilft auch keine bessere „individuelle Betreuung“ der jungen Arbeitslosen. Der Staat muss endlich selber in der Beschäftigungspolitik aktiv werden!

(Mitgeteilt von déi Lénk)


Statistiken unter: http://www.statistiques.public.lu/stat/TableViewer/tableView.aspx?ReportId=340&sCS 

 
 
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