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Quand je veux - si je veux!

Tréis Gorza - …diesem Motto der Kampagne des Planning Familial wird das Gesetzesprojekt zur Änderung des Paragraphen 353 im Strafgesetzbuch keineswegs gerecht! Es bleibt quasi alles beim Alten, der freiwillige Schwangerschaftsabbruch steht weiterhin unter Strafe, außer bei verschiedenen Indikationen. Eine “leichte” soziale Indikation wurde neben den schon bestehenden Indikationen eingeführt!

Das sehr restriktive Gesetz von 1978 wurde in der Praxis in Luxemburg sowieso nicht angewandt. Die Frauen ließen den Eingriff meistens im Ausland machen, das wird auch in den Erläuterungen zum Gesetz bestätigt. Oder – wie allgemein bekannt, man hatte einen verständnisvollen Frauenarzt oder eine Aerztin und der Eingriff lief unter “Fehlgeburt”!

Das Gesetz von 1978, das ja eigentlich auch die Sexualaufklärung in den Schulen zur Vermeidung von ungewollten Schwangerschaften einführte, wurde auch in diesem Aspekt nicht angewandt! Man erinnere sich noch an die Broschüre zur Sexualaufklärung vom Planning Familial, die unter Entrüstungsstürmen eingestampft wurde weil manche verklemmte PolitikerInnen sich unter Sexualaufklärung noch immer die Geschichte mit der Biene und der Blume vorstellten! Wo ist das Informationsdossier, das HeiratskandidatInnen oder Schülern der postprimären Klassen obligatorisch ausgehändigt werden soll, laut Artikel 4 vom Gesetz von 1978? Aus eigener Erfahrung weiß ich dass dieses nicht existiert!

Es zeugt von Zynismus, wenn man in dem “exposé des motifs” liest, dass jetzt endlich die Frau entscheiden könnte und nicht mehr der Arzt. Im Gegenteil, dem Arzt wird eine noch größere Rolle zugeschrieben. Außerdem muss die Betreffende sich noch obligatorisch einen Schein von einem Beratungsinstitut holen bevor sie den Eingriff vornehmen lassen kann, frühestens 3 Tage - vorher sechs - nach dem Beratungstermin. Wenn man weiß, dass es nur in den ersten 12 Wochen erlaubt ist abzutreiben, ist der Zeitfaktor nicht unerheblich. 12 Wochen sind schnell vorbei, es vergehen schon Wochen, bevor man selbst die Schwangerschaft festgestellt hat!

Dann muss man sich noch Argumente überlegen, die man dem Arzt oder in einer Beratung ins Feld führen kann, damit der Zustand von seelischer, gesundheitlicher oder sozialer Not festgestellt wird! Denn auf einfache Anfrage der Frau wird der Eingriff ja nicht durchgeführt, wie dies z. Bsp. bei einer Fristenlösung der Fall wäre!

In diesem Gesetzesprojekt hat die CSV wieder ihre Handschrift hinterlassen, die von der LSAP immer bevorzugte Fristenlösung hatte wieder mal keine Chance, wie schon damals, in der Koalition mit der DP!

Wenn sich die Betroffenen, zusammen mit ihren Organisationen nicht selbst wehren und mobilisieren, um das reelle Entscheidungsrecht der Frau zu verteidigen und um endlich eine Lösung zu finden, die der Frau Straffreiheit bei freiwilligem Schwangerschaftsabbruch zusichert wird der Schwangerschaftsabbruch auf einfache Anfrage der Frau nicht legalisiert werden und die Chancen sind groß, dass alles beim Alten bleibt.

 

Pensionsalter wird doch erhöht!

déi Lénk reagierte am 27. Januar mit einer Pressemitteilung auf eine Pressekonferenz von Mars di Bartolomeo vom Vortag.

"Sozialminister Di Bartolomeo (LSAP) beruhigte auf einer Pressekonferenz: das Pensionsalter von 65 Jahren werde er nicht erhöhen. Gleichzeitig kündigte er eine indirekte Erhöhung des Pensionsalters durch Abschaffen der Zusatzzeiten an. Künftig solle man erst mit 40 effektiv gearbeiteten Jahren in Pension gehen dürfen.

Zusatzzeiten sind die Zeiten, die angerechnet werden, um früher in Pension gehen zu können, oder um die Mindestrente oder die Grundrente zu bekommen: also Kindererziehungs- und Studienjahre!

2 Beispiele:

Herr X hat studiert und fängt mit 24 Jahren an zu arbeiten. Er hätte erst mit 40 effektiv gearbeiteten Jahren Recht, in Pension zu gehen, also mit 64 Jahren. Nun werden ihm aber 4 Studienjahre angerechnet, so dass er bereits mit 60 in Pension gehen kann (mit einer kleineren Pension, da er während dieser Zeit nicht einbezahlt hat, aber die 4 Jahre zusätzliche Freiheit sind es ihm wert).

Frau Y hat mit 20 Jahren angefangen zu arbeiten. Sie hat aber Kinder erzogen und deshalb 4 Jahre nicht gearbeitet. Sie könnte also frühestens mit 64 in Rente gehen (vorausgesetzt sie hat die übrige Zeit gearbeitet) - dank der Zusatzzeiten kann sie es aber bereits ab 60 (wenn sie die kleinere Pension akzeptiert).

Laut Di Bartolomeo können beide in Zukunft erst mit 64 Jahren in Pension gehen, eine effektive Erhöhung des Pensionsalters um 4 Jahre! Andere Beschäftigte, darunter besonders viele Frauen, haben auch mit 65 Jahren noch keine 40 Jahre gearbeitet, durch den Wegfall der Zusatzzeiten werden ihre Minimalrente gekürzt! Da die Zahl der prekär Beschäftigten gemäß der aktuellen Politik noch ansteigen wird, erhalten also zumindest zukünftige Rentnerinnen und Rentner Leistungsverschlechterungen, um die kurzfristigen Finanzprofite des Kapitals zu steigern!

Déi Lénk spricht sich vehement gegen eine solche Maßnahme aus und hofft, dass sie auch bei den Gewerkschaften auf Ablehnung stoßen wird."

 

"InBev fait marche arrière"…in Belgien

John Rossi - "InBev fait marche arrière" oder so ähnlich betitelten belgische und internationale Zeitungen den Erfolg der streikenden Belegschaft von Jupille und Leuven. Durch entschlossene Streikaktionen haben sie die InBev-Manager zu einem Rückzug beim Arbeitsstellenabbau gezwungen. Das "Modèle Belgique" funktioniert eben anders als das "Modell Lëtzebuerg".

Kurzfristig ist das "Modell Lëtzebuerg" für die Gewerkschaften und Arbeiter(inen) ein wertvolles Instrument, da mit mehr oder wenigen guten, sozialen Begleitmaßnahmen beim Arbeitsplatzverlust verbunden . Langfristig hilft es aber nur dem Patronat und schafft wichtige Arbeitsplätze ab, mit der Konsequenz, dass es immer weniger Betriebe gibt, die Personal ohne spezifische Qualifikation einstellen können. Also ist und war das "Modell Lëtzebuerg" noch nie "nachhaltig". Was denken die Diekircher Brauereiarbeiter wohl, wenn sie sehen was in Belgien vor sich geht und wie es hier in Luxemburg um sie steht. Über Jahre hinweg haben die luxemburgischen Gewerkschaften, zusammen mit ihnen nahe stehenden politischen Parteien, es leider fertig gebracht, jeden gewerkschaftlichen Kampfinstinkt, bei den Mitgliedern einzuschläfern. Gekämpft wird nur mehr am Verhandlungstisch hinter geschlossenen Türen.

Könnte man sich ein belgisches Erfolgsszenario auch in Diekirch vorstellen? Schwer zu sagen, da in Diekirch die Auseinandersetzungen schon im Keim erstickt wurden und gleich von Anfang an von sozialen Begleitmaßnahmen beim Stellenabbau gesprochen wurde. Ein gewerkschaftlicher "Kampf" war nicht mal im Ansatz zu spüren. Wie gut, dass es wenigstens die „Facebook-Mobilisierung“ gab. Wir leben eben im "CSV-Staat" wo bei jedem angekündigten Streik, sogleich der Premier den Zeigefinger hebt und davor warnt, dass dieser Streik ja eventuell missbräuchlich und sogar gesetzeswidrig sein könnte. Wenn dann im Tageblatt, der gewerkschaftseigenen Zeitung, ein Wirtschaftsredakteur den luxemburgischen Politiker erklärt, dass sie sich, gemäß der freien Marktwirtschaft und der freien Konkurrenz (=Vertrag von Lissabon), überhaupt nicht einzumischen hätten, ist alles gesagt: das Kapital regiert die Welt und stellt die Spielregeln auf. Wir schauen zu und hoffen auf bessere Tage.

 

Die LSAP hat genug gekräht

goosch - Im Tageblatt vom 26. Januar meinte Leitartikler Robert Schneider, die Zeit des Schmusekurses sei vorbei, die belgischen Inbevarbeiter hätten mit ihrem Streik Erfolg gehabt und den Rückzug der Restrukturierungspläne erkämpft.

Denn eins sei klar: "Wenn, wie der OGBL dies in seiner Resolution auf dem jüngsten Kongress fordert, die systematische Aufgabe neoliberaler Politik und Wirtschaft das Ziel sein soll, so wird dies nicht allein mit Sonntagsreden zu erreichen sein, sondern mit den Mitteln des Arbeitskampfes. Die Alternative ist der scheibchenweise Abbau der Errungenschaften des 20.Jahrhunderts und ein Rückfall in Zeiten, die endgültig in die Mottenkiste der Geschichte gehören."

Wie ein Echo darauf, hat OGBL-Präsident Reding am darauffolgenden Tag angekündigt, dass "Strukturreformen, die auf Lohnabbau, Sozialabbau und der Reduzierung der Rolle des Staates fußen", wie eine Indexmanipulation, mit der Gewerkschaft nicht zu machen seien. Für "sanfte, sozialgerechte Korrekturen auf der Ein- und Ausgabenseite" sei man aber offen, wenn sie im Sinne der vier Pfeiler der Antikrisenpolitik des letzten Jahres sei: gute soziale Absicherung der aktiven und pensionierten Arbeitnehmer, ein aktiver Staat, der sich in die Wirtschaft einmischt, ein hohes öffentliches Investitionsniveau und eine Absicherung der Kaufkraft der sozial schwächeren durch steuerliche und sozialpolitische Maßnahmen.

Eine "Exitstrategie", wie sie der Regierung und dem "Eurochef" Juncker vorschwebt, d.h. ein Zurück zur neoliberalen Reduzierung der öffentlichen Ausgaben, kommt also für den OGBL nicht in Frage.

Doch hat uns die Politik des letzten Jahres auch folgende "Pfeiler" gebracht: die umstrittenen “Jugendbeschäftigungsmaßnahmen” (von denen der LCGB-Präsident im Quotidien vom 27.1.2010 sogar behauptete, sie würden nicht benutzt!), die Privatisierung der städtischen Energienetze und die Bindung der Rentenreserve an die Börse. Dreimal habe der Hahn bereits für die LSAP gekräht, hatte André Hoffmann (déi Lénk) bei den Budgetdebatten behauptet. "Viermal hat er bereits gekräht!", müsste man nach der Pressekonferenz von Sozialminister Mars di Bartolomeo diese Woche über die zukünftige Rentenpolitik hinzufügen (siehe Kommuniqué von déi Lénk)!
Die LSAP hat genug gekräht – Arbeitskampf muss her!

 

„Enttäuschend“

André Hoffmann - Noch vor den Wahlen hatte die Regierung den von der interministeriellen Kommission vorgelegten zweiten nationalen Nachhaltigkeitsplan als Vorprojekt gutgeheißen. Nun hat der Nachhaltigkeitsrat (Conseil supérieur du développement durable) sein Gutachten vorgelegt. Den ersten Teil des 80-seitigen Dokuments bewertet der CSDD überwiegend positiv, weil er relativ schonungslos die negativen Entwicklungstendenzen auflistet. Es gebe ab er auch „eine Reihe von Lücken“, vor allem im Bereich der Kultur, der sozialen Entwicklung und der Demokratie. Auch werde die Frage des Wirtschaftwachstums nicht thematisiert.

Viel strenger fällt die Bewertung des zweiten Teils aus mit seinen „Handlungszielen“ und „Maßnahmen“. Er erscheine „durch seine Inkohärenzen und seine mangelnde Lesbarkeit wie ein Sammelsurium guter Vorsätze und schon beschlossener Maßnahmen.“ Ohne Prioritäten, ohne Zeitpläne, ohne Kosten-Nutzen-Bewertungen und ohne Vernetzung der verschiedenen Bereiche könne der Plan keine wirkliche Orientierung für politische Entscheidungen bieten.

Sowohl die Finanzierbarkeit wie auch die Sozialverträglichkeit vieler Maßnahmen blieben „undiskutiert“, einzelne Punkte seien sogar „rundheraus unsinnig“.

Der CSDD bedauert auch die mangelhafte Zusammenarbeit zwischen den einzelnen Ministerien – von denen einige offensichtlich an der Thematik nachhaltiger Entwicklung nicht besonders interessiert seien.

Das Gutachten des CSDD bestätigt zum Teil unsere eigene Kritik und unterstreicht auch die Notwendigkeit einer breiten, kontroversen Debatte, mit der „Einbindung der Verbände und Bürger in einer strukturierten, nachvollziehbaren Art und Weise“.

Ob die Regierung wirklich zu einer solchen breiten und strukturierten Debatte bereit ist, darf man bezweifeln. Auf eine parlamentarische Anfrage zu der öffentlichen Beratung, die das Nachhaltigkeitsgesetz ausdrücklich vorsieht, hat der zuständige Minister lediglich eine Internetseite des Nachhaltigkeitsministeriums in Aussicht gestellt.

Nach einem Gutachten des Parlaments, das noch aussteht, hat die interministerielle Kommission zwei Monate, um den endgültigen Plan auszuarbeiten. Der Ball liegt also nun bei den Parteien. Man darf gespannt sein, ob sie die Kritik des CSDD ernst nehmen und ob sie auch die öffentliche Debatte wirklich wollen.

 

Aus schlank mach spindeldürr?

Frank Jost - "Die Bankenkrise hat eindeutig belegt, dass ein handlungsfähiger und schlagkräftiger Staat unsere einzige Stütze ist, wenn externe Gefahren über uns hereinbrechen. Die Bewältigung der Krise und ihrer Folgen kann auf keinen Fall durch eine Schwächung des Staates und durch einen Abbau seiner Leistungen erfolgen. Die Propaganda vom fetten und zu teuren Luxemburger Staatsapparat hat einen wesentlichen Fehler. Sie ist nur eine Erfindung hochbezahlter Lobbyisten, denen es weder um nationale Interessen noch um das Wohl des Landes geht. Ihr Märchen wird auch nicht dadurch zu einer Wahrheit, weil unzählige Meinungsmacher es weitertragen, ohne je die maßgebenden Fakten und Zahlen überprüft zu haben."

So meldet sich die CGFP in einer Pressemitteilung mit anhängendem Zahlenmaterial zu Wort. Laut Eurostat, dem offiziellen statistischen Amt der EU kostet Luxemburgs "consolidated general government" - das sind die Ausgaben von Staat, Gemeinden und Sozialversicherungen - 40,7 Prozent des Bruttoinlandproduktes (BIP). In Belgien machten diese Ausgaben im Jahr 2008 49,9 % des BIP aus, in Frankreich 52,7 % im EU-Durchschnitt 46,8 %. Luxemburg hat den schlanksten Staat in Westeuropa.

Ja aber, die Gehälter der öffentlichen Funktion fressen zu viel vom BIP? Nun, laut Statec sind die Personalkosten des gesamten öffentlichen Dienstes zwischen 1997 und 2007 von 8,8 % des BIP auf 7,1 % des BIP gesunken!

Junckers Vorgespräche zur Tripartite werden sich auch um das weitere Abspecken der öffentlichen Ausgaben drehen. Das Thema Senkung der Angangsgehälter steht im Raum. Mehr Einnahmen schaffen, ist eher tabu. Es ist wichtig, sich zu diesen Zeiten mit den nötigen Argumenten zu wappnen. Die Lobby der Patronatsvereinigungen wird die Öffentlichkeit mit jeder Menge Halbwahrheiten über die übermäßige Sozialisierung des BIP überschütten. In den letzten Jahren war, statt übermäßiger Sozialisierung, das Gegenteil der Fall. Von der Wirtschaftsleistung wurde immer weniger für die öffentliche Sache abgezweigt. Immer mehr verblieb in den Kassen der Wirtschaft, die mit dem überschüssigen Geld zu wenig investierte und manches in die Spekulationsblasen hineinpumpte.

 

Wohin treibt China (5 und Schluss)

Frank Jost - Die Anzahl der lohnabhängig Beschäftigten in China steigt ständig und erreicht mittlerweile die Hälfte aller Schaffenden. Eine Arbeiterbewegung, wie in Europa, gibt es noch nicht. Die ACFTU, die chinesische Gewerkschaftszentrale, organisert 193 Millionen Mitglieder und ist ein Bestandteil des Staatsapparates.

Vor den großen Konterreformen Deng's war die ACFTU zuständig für die Zuteilung der Wohnungen und die Begutachtung der medezinischen Ausgaben der Lohnabhängigen, was ihre eine bedeutende Rolle im Sinne der öffentlichen Wohlfahrt gab. Diese Rolle hat sie mit der Einführung des Kapitalismus verloren.

Damit es in China zu einer vom Staatsapparat autonomen Arbeiterbewegung kommen kann, müssen drei Hindernisse überwunden werden. Das erste ist die tiefe Spaltung der Arbeiterschaft in Ansässige und "Gastarbeiter". Die "Gastarbeiter" sind wohlverstanden ebenfalls Chinesen, Arbeiter-Bauern, die aus ländlichen Gegenden in die großen Städte und Industriegebiete vorstoßen und oftmals nicht das Recht haben, ihre Familien nachkommen zu lassen. Ihre Prekarität trägt dazu bei, dass es nicht zu einer Fusion mit den Gebräuchen der ansässigen Arbeitskollegen kommt.

Dann stellt sich das Problem der eigenständigen Organisationsformen. Natürlich ist es verboten, solche zu gründen. Es gibt neben der ACFTU halblegale Arbeitertreffpunkte, "Dagongzhe" (Arbeiter) genannt. In verschiedenen Regionen haben sich "barfüßige Juristen" profiliert, Autodidakten, die sich für Arbeiterrechte einsetzen. Eigenständige Organisationsformen können sich natürlich aus den Streikbewegungen ergeben, die ebenfalls verboten sind, aber sehr zahlreich und öfters auch erfolgreich, so dass die lokalen Autoritäten sich teilweise einfach damit abgefunden haben.
Ein drittes Hindernis wird schwerer zu überwinden sein: der Diskredit des Sozialismus. Wie kann man den Kämpfen der Lohnabhängigen eine vereinigende und weiterbringende Identität geben, wenn die führende Kraft der Wiedereinführung des Kapitalismus, Kommunistische Partei Chinas heißt?
Die chinesische Arbeiterklasse ist ein schlafender Koloss. Verschwisterungen zwischen westlichen Gewerkschaften und den Belegschaften westlich-chinesischer Joint Ventures, also internationale gewerkschaftliche Koordination auf Konzernebene, sind ein Mittel, wertvolle Kontakte zu knüpfen, Solidaritäten mit laufenden kämpfen aufzubauen. Erste Erfahrungen haben skandinavische Gewerkschaften gemacht.

 

Partneriat, mais sans menottes s'il vous plaît!

La députée GUE-NGL française Marie Christine Vergiat a pris position à propos des relations UE-Tunisie.

Les accords de partenariat de l'Union comportent désormais des clauses relatives à la démocratie et aux droits de l'Homme. Pour la responsable GUE/NGL de la sous- commission Droits de l'Homme de la commission des affaires étrangères, "ces clauses doivent être examinées avec la même vigilance que les clauses économiques." Le 25 novembre dernier, monsieur Ben Ali a été réélu pour son 5ème mandat avec plus de 89 % des voix, un score exemplaire de la situation de ce pays où la démocratie est totalement verrouillée, où les défenseurs des droits de l'Homme, les magistrats, les avocats, les journalistes sont harcelés, emprisonnées et même torturés.

Le cas de Taoufik Ben Brik, dont l'appel de son jugement sera examiné le 23 janvier, est exemplaire mais l'on pourrait aussi parler des journalistes Zouhaïer Maklouf et Fahem Boukadous condamné l'un pour avoir parlé des conditions environnementales de la zone industrielle de Nabeuf et l'autre de la répression des manifestations pacifiques des ouvriers de la région minière de Gafsa Redeyef. On pourrait aussi parler des défenseurs des droits de l'Homme Kamel Jendoubi, Sihem Bensedrine, Sana Ben Achour, Khemais Chammari, Raddia Nasraoui, (…) victimes d'une campagne de presse honteuse. On peut aussi s'interroger sur les retards pris par les rapports de l'ONU ou sur le refus d'accepter des observateurs de l'UE lors des récentes élections".

Selon Marie Christine Vergiat, "Les faits sont là. Ils sont de plus en plus dénoncés par les journaux de nos pays. C'est pourquoi nous entendons demander à la Commission et au Conseil quelles mesures ils entendent prendre pour que la Tunisie tienne enfin ses engagements en matière de démocratie et de droits de l'Homme dans le cadre des accords actuels (…).

Aussi les propos initiaux de la Commission européenne et de certains parlementaires, estimant qu'il existe quelques lacunes en matière de démocratie, de respect des droits de l'Homme, de liberté d'expression, de droits d'association, etc., sont proprement effarants et inacceptables. Les intérêts économiques de l'Union européenne ne peuvent passer avant la défense des défenseurs droits de l'Homme et plus généralement de tous les démocrates".

 

Kurz berichtet - en bref

Gaza-strophe

48 h après l’annonce d’un cessez le feu, des militants des droits de l’homme palestiniens nous guident le long de la bande de Gaza, sur les traces des chars israéliens qui ont tout détruit sur leur passage, en plus des attaques par air et par mer. Des dizaines de témoins témoignent devant la caméra .Leurs récits frappent par la précision des faits et nous font entrer dans le cauchemar palestinien. Mais nous nous sommes tenus loin de tout misérabilisme: partout nous avons rencontré des gens debout, dignes, entièrement investis dans la nécessité de poursuivre leur existence, malgré tous les gouvernements de la mort qui se succèdent de l’autre côté de la frontière. Nous avons rapporté ces images de Palestine, ce pays qui ressemble de plus en plus à une métaphore. Nous y avons retrouvé des amis. Mais nos amis nous ont offert des poèmes, des chants et même des "Nokta" (blagues ou histoiresà raconter)!” (Voir agenda)

5, rue Aldringen

Endlich unter Dach und Fach! Seit dem letzten Wochenende haben "déi Lénk" ihre Büros im Stadtzentrum 5, rue Aldringen bezogen. 5 Jahre lang musste die Bewegung sich mit 2 unbequemen Räumen in einem morschen Gebäude der CFL-Douane am Escher Prinzenring begnügen. Die 80 qm in der Aldringen erlauben jetzt ordentliche Arbeitsbedingungen für den kleinen vollamtlichen Staff. Seit dem Sommer steht dem Abgeordneten André Hoffmann ein kleines Büro der Kammer in der rue du St.Esprit zur Verfügung. Das Lokal von déi Lénk wird von dieser selbst finanziert.

13 Prozent

13 Prozent der Sekundarschüler Luxemburgs besuchen ein klassisches Gymnasium, so Bildungsministerin Mady Delvaux-Stehres in Beantwortung einer parlamentarischen Anfrage. Wie soll da die Steigerung des Anteils der Einwohner mit universitärer Ausbildung bewirkt werden? Es ist recht schwierig von einem technischen Gymnasium zu einer Universität zu gelangen. Die Reformen der letzten Jahre haben den Zugang der technischen Sekundarschulabsolventen zu einem höheren Studium noch erschwert. So wird es in naher Zukunft dabei bleiben: Luxemburg wird, was die Anzahl der Diplomierten einer höheren Bildungsanstalt betrifft, weiterhin zu den europäischen Entwicklungsländern gehören. Ursachen? Sie sind wohl komplex. Eine nur wollen wir angeben: Luxemburg investiert nur 1,75 % seines BIP in die Sekundarschulen. Schlechter im Europa der 27 sind nur noch Spanien, Griechenland, Rumänien und Slowenien. Alle anderen finanzieren z.T. wesentlich mehr. Europäischer Durchschnitt: 2,30 Prozent.

 

Agenda - Agenda

Samedi, 9 février Assemblée Générale de la section d'Esch de déi Lénk.

Jeudi 11 février 20h, Cinémathèque de Luxembourg, Gaza-strophe,
un film documentaire de SAMIR ABDALLAH & KHERIDINE MABROUK 90 mn, automne 2009, - avec le Palestinian Center for Human Rights.
Débat en présence du réalisateur, Samir Abdallah.

 

Invitation aux « vendredis rouges »

Dans une optique qui vise à impliquer et concerter davantage nos membres et sympathisant-e-s, déi Lénk fait revivre une ancienne tradition!
A partir du vendredi 5 février, déi Lénk proposera à ses membres, sympathisant-e-s et ami-e-s de participer régulièrement à un « Vendredi Rouge ».
Ces petits événements auront lieu le premier vendredi du mois à 19 heures alternativement à Luxembourg-Ville et à Esch-sur-Alzette.
Chaque soirée se concentrera sur un sujet de discussion introduit par un-e « spécialiste en la matière ». Ensuite, le débat sera ouvert.
Les vendredis rouges serviront essentiellement à former et informer les membres et sympathisant-e-s, mais également à échanger et à débattre. En plus, ils permettront de mieux apprendre à nous connaître les uns les autres dans un contexte plus décontracté.
Evidemment, les "Vendredis rouges" seront ouverts au public et quiconque est intéressé-e par un sujet débattu sera le/la bienvenu-e!

Dans le cadre de notre campagne "Eis Aarbecht - Eis Rechter", le premier vendredi rouge aura lieu le vendredi 5 février à 19 heures au café-théâtre "Rocas", place des Bains à Luxembourg-ville. Il sera dédié à l'explication et au débat de notre proposition de loi 6086, déposée en novembre 2009 à la Chambre des députés, qui vise à protéger les salariés contre des licenciements économiques dans des entreprises qui font des profits. L'orateur sera Serge Urbany. Plus d’infos sur le projet de loi: http://www.lenk.lu/node/2947
Le calendrier des dates suivantes suivra prochainement.

 

 

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