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Jeudi, 5 mars 2009
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Lucien Thiel, Prophet in eigener Sache

Henri Wehenkel - Lucien Thiel war ein erfolgreicher Journalist. Er war so erfolgreich, dass die Bankherren auf ihn aufmerksam wurden und ihn zu ihrem Vorsitzenden wählten. Als Präsident der Bankenvereinigung war Thiel noch erfolgreicher, bis ihn der allmächtige Juncker zu sich rief und ihm einen Platz im Parlament freimachte. Was gut für die Banken ist, ist gut für das Volk. Ein Bankier als Volksvertreter, warum nicht?

Lucien Thiel ist immer gut gelaunt, auch bei schlechtem Wetter. Er plaudert gerne und sagt dann frei von der Leber, was er fühlt und denkt. Ab und zu prahlt er auch mit Verdiensten, die er sich zuschreibt. Er ist kein Dummkopf und kein Hampelmann. Deshalb sollte man gut zuhören, wenn er sein Herz ausschüttet, wie neulich im „Jeudi”.

Die Finanzprodukte seien seine Kinder, sagte er. Er sei der Vater, er habe sie zur Welt gebracht und groß gezogen. Er mache sich Sorgen um ihre Zukunft. Sein Lieblingskind, „l’enfant chéri”, sind die Pensionsfonds, das heißt die an der Börse angelegten Gelder der Pensionsbeiträge, aber leider hätten sie „bien du mal à s’émanciper.”

Wenn die Pensionsgelder Schwierigkeiten haben, sich selbständig zu machen, dann liegt das an den zaudernden Politikern. „En cause, le monde politique, réfractaire.” Sie seien noch immer in den alten Denkweisen gefangen, abhängig vom preußischen Geist des Wohlfahrtsstaates. „Nous sommes toujours dépendants de la mentalité bismarckienne de cet Etat providence qui gère les pensions sans tenir compte du vieillissement de la population. Il faudrait inciter les gens à économiser durant la vie active.”

Die Kammer hatte am 24. April 2004 beschlossen, einen Teil der Pensionsgelder an der Börse anlegen zu dürfen, 26% in Obligationen, bis zu 20% in Aktien. „Damit eine anständige Rendite herauskommt” (Krecké).) Im Dezember 2007 investierte der sozialistische Sozialminister dann 4,17 % der Rentenreserven in Aktien. Von diesen 310 Millionen waren Mitte September 2008 noch 243 Millionen übrig.

Thiel verlangt mehr. „Davantage de libéralisme au détriment de l’Etat providence.” Luxemburg müsse sich an die Spitze aller Länder stellen im großen Wettlauf um die Pensionsfonds. Das sei das Mittel „pour relancer la place”. Thiel spricht nicht mehr von höheren Renditen, er will den Finanzplatz retten und die „Leute” zum Sparen erziehen.

Es ist wichtiger, Lucien Thiel zuzuhören als Max Kuborns Wetterbericht. Er gibt uns Auskunft über das, was nach den Wahlen geschieht.

Goosch.lu 17.10.08; Le Jeudi 19.02.09 

 

Janine Frisch: Carte blanche zum 8. Mäerz op RTL-Radio

E Sonndeg ass den internationale Fraendag. Wéi ass d’Situatioun vun der Fra hei am Land? Kucke mer eis emol den Alldag vu véier ganz normale Fraen un.

D’Cécile, 24 Joer, steet am Stau op der Autobunn. ’T ass spéit un. ’T huet säi krankt Kand nach séier bei der Bomi deposéiert. De Krankecongé fir d’Kand ass opgebraucht. Sech selwer krank melle kënnt net méi a Fro. Zënter dem Aféiere vum Statut unique notéiert d’Patronne vum Salon all Absence op engem schwaarze Briet a läit hinnen alleguerte permanent am Ouer, wéi deier dat Ganzt d’Entreprise kascht.

D’Helène, 62 Joer, zitt d’Dir hannert sech zou. Et fällt him schwéier sou fréi mueres op de Büro ze rennen. Fir eng uerdentlech Pensioun ze kréien, muss et nach e puer Joer duer halen. 25 Joer war d’Helène Kannermeedchen, Botzfra, Promeneuse fir de Juegdhond, Kächin a Gastgeberin fir dem Mann seng Geschäftsiessen. Bis zu sengem 50. Gebuertsdag. Du waren d’Kanner aus dem Haus, den Hond iwwerrannt an de Mann mat engem méi jonken duerchgebrannt. Mat vill Energi huet d‘Helène sech durchgeschloen. Haut ass et eng dichteg Personalchefin. Wäertvoll Joere fir d’Pensioun awer feelen him.

D’Maria, 35 Joer, ass zënter 6 Auer op de Been. ’T huet seng Wäsch agedoen an dee Jéngsten an d’Spillschoul bruet. Elo sëtzt et am Bus fir op d’Schaff an iwwerleet, ob déi Chèques service him wierklech eppes bréngen. Neen! Trotz dräi gratis Stonne gëtt deen neie Service him nach vill ze deier. Alles ass ze deier.

D’Cathy, 17 Joer, iwwerliest seng Chimie. ’T muss eng gutt Nummer kréie fir op d’Infirmières-Schoul ze kommen. ’T ass hannendran. D’Léift huet him e Strëch duerch d’Rechnung gemaach. Ee Kand koum fir hatt awer net a Fro. Am SPOS krut et gesot, d’Eltere missten hiren Accord fir e Schwangerschaftsofbroch ginn. Säi Papp hätt et doutgeschloen. Dunn ass et an d’Ausland gefuer. Eleng a miserabel huet et sech gefillt. ’T geet him elo besser. ’T ass erëm fäheg ze léieren an Zukunftspläng ze maachen.

4 Fraen, 4 Situatiounen, 4 Fuerderungen:

  • flächendeckend Kannerbetreiungsstrukturen amplaz vu selektive Chèques service,

  • Individualiséierung vun de Rentenusprëch,

  • substantiell erhéijt an indexugepasst Kannergeld,

  • Liberaliséierung vum alen Avortements-Gesetz.

Doriwwer géife mir Fraen eis freeën. Fir den 8. Mäerz en Tipp un all Patronën an d’Männer: Iwwer Rouse freeë mir Fraen eis och.

RTL Radio-Lëtzebuerg - Archiv- carte blanche (4.3.2009)

 

Wie entstand der Internationale Frauentag?

Nicole Jemming - Die Entstehungsgeschichte des Internationalen Frauentages ist umstritten. Sicher ist, dass die Wurzeln dieses Tages in der Tradition proletarischer Frauenkämpfe liegen.

Einigen Quellen zufolge wurde der Tag im Gedenken an Arbeiterinnen gewählt, die im Kampf um bessere Arbeits- und Lebensbedingungen am 8. März 1908 in ihrer Textilfabrik in New York ihre Arbeit niederlegten. In der Textilfabrik brach ein Brand aus und 129 eingeschlossene Arbeiterinnen starben in den Flammen. 1909 streikten 20.000 Näherinnen in Manhattan.

Tausende wurden verhaftet, doch nach zweimonatigem Streik gaben die Unternehmer ihren Forderungen nach. Nordamerikanische Sozialistinnen führten daraufhin 1909 das erste Mal auf nationaler Ebene am letzten Februarsonntagg einen speziellen Frauenkampftag „zur Propagierung des Frauenwahlrechts und der sozialistischen Ideen” durch.

Die deutsche Sozialistin Clara Zetkin übernahm die Idee und schlug auf der Zweiten Internationalen Sozialistischen Frauenkonferenz am 27. August 1910 in Kopenhagen die Einführung eines Internationalen Frauentages vor, ohne jedoch ein genaues Datum zu benennen.

Am 19. März 1911 wurde in Dänemark, Deutschland, Österreich-Ungarn und der Schweiz der erste Frauentag von sozialistischen Frauenorganisationen organisiert. Mit der Wahl des Datums sollte der revolutionäre Charakter des Frauentags hervorgehoben werden, denn der Vortag, der 18. März, war der Gedenktag für die Gefallenen während der Märzrevolution 1848. Außerdem hatte auch die Pariser Commune 1871 im März begonnen.

Am 8. März 1917 – nach russischem Kalender der 23. Februar – streikten in Sankt Petersburg die Arbeiter- und Soldatenfrauen des armen Stadtviertels Wyborg und trugen damit ihren Teil zur Auslösung der Februarrevolution bei. Auf der Zweiten Internationalen Konferenz Kommunistischer Frauen 1921 in Moskau wurde deshalb der 8. März als Internationaler Frauentag vorgeschlagen. 

 

Die Krise. Die Wahl. Die Frauen.

Nicole Lorentz - L.I.D.I.A., die Dachorganisation von 11 Frauengruppen, organisiert (zusammen mit dem CID-Femmes) am 4. Mai ein Rundtischgespräch zum Thema Wahlen. Schauen wir uns mal die Wahlprogramme näher an. Die allgemeinen Themen wie Wirtschaftskrise, Banken, Steuergerechtigkeit, Umwelt werden nicht durch die Frauenbrille untersucht und nicht nach Genderkriterien beurteilt. Es wird nicht nach gänzlich neuen Auswegen gesucht, um uns aus den Sackgassen herauszumanövrieren. Die „alten” Problemgestalter (zu 99% Männer) debattieren über die alten Methoden, um die schwierige Lage, in die sie auch uns Frauen gebracht haben, zu meistern.

Die 7 Frauen am Runden Tisch werden wohl dasselbe aussagen zu Kinderhorten, chèques-service, Stereotypen und quere Frauenbilder in den luxemburgischen Medien und gar nichts zu Seminaren über Sexismus, Genderbudgeting und Genderdemokratie, die ihre Parteien für die männlichen Kandidaten organisieren könnten. Zu den „Frauenthemen” gehört sonder Zweifel eine neue Gesetzgebung der Abtreibung. L.I.D.I.A. glaubt, dass die Frau, mit ihrem Partner, selbst entscheiden soll wann sie ein Kind bekommen, dass der Gesetzesvorschlag von Lydie Err endlich debattiert und abgesegnet werden soll. Die Hypokrisie um die Interventionen in belgischen und holländischen Kliniken muss endlich aufhören.

Ein neues Wahlgesetz nach dem Reißverschlusssystem (eine Frau, ein Mann) ist notwendig in einer modernen Demokratie. Das Chancengleichheitsministerium und seine verschiedenen Antennen in allen andern Ministerien muss unbedingt verstärkt werden.

Dass nur etwas mehr als 60% der Frauen erwerbtätig sind und Frauen bei gleichwertiger Arbeit, nur etwas mehr als 80% des Lohnes der Männer verdienen, dass nur 1/5 Frauen in der Abgeordnetenkammer mitentscheiden, bringt unser Land an die 66. Stelle des Gendergap-ranking 2008. Es bleibt also viel zu tun.

Verschiedene Frauen haben es aufgegeben die Umsetzung der Frauenrechte zu fordern. Andere hören nicht auf zu hadern und sich fast in der Rolle der ewigen Opfer zu gefallen. Jüngere verstehen nicht immer wofür sie kämpfen sollen.

Es muss jedoch auch wieder an diesem 8.März und an den andern 364 Tagen im Jahr gesagt werden, dass wir zusammen halten und uns zu Wort melden müssen, um zu sagen, dass wir zu allen Fragen insbesondere in Krisenzeiten mitentscheiden wollen. Männer, packen wir’s zusammen an!

 

Verfassung und Demokratie

André Hoffmann - Die LSAP will „die Verfassung der politischen und sozialen Realität anpassen” (tb, 4.3.). Eigentlich könnte man ja von einer sozialistischen Partei in einer Verfassungsdebatte mehr erwarten als nur eine „Anpassung” an den Status quo. Vor allem will die LSAP die Rolle der Monarchie neu definieren. Der Mut kommt etwas spät, nachdem der Großherzog selbst die Begrenzung seiner politischen Befugnisse eingefordert hat. Er soll nun vor allem eine symbolische Rolle spielen. Fragt sich nur, warum wir diese Symbolik eigentlich erhalten sollen? Wegen des Mythos der nationalen Einheit, wie die LSAP andeutet? Der ja im Kern demokratiefeindlich ist, weil er den Interessen- und Meinungsstreit implizit leugnet, der doch auch zum Wesen der Demokratie gehört, oder? Oder als Garant der Rechtmäßigkeit der bestehenden Ordnung – deren Umwälzung doch das Ziel eines jeden „Sozialisten” sein müsste?

„Der parlamentarische König” schrieb Max Weber 1922, „wird trotz seiner Machtlosigkeit konserviert, vor allem, weil er durch seine bloße Existenz und dadurch, dass die Gewalt ,in seinem Namen’ ausgeübt wird, die Legitimität der bestehenden sozialen und Besitz-Ordnung kraft seines Charisma garantiert und alle ihre Interessenten die Erschütterung des Glaubens an die ,Rechtmäßigkeit’ dieser Ordnung als Folge seiner Beseitigung fürchten müssen.”

Über die Frage der Volkssouveränität – also die Wesensfrage der Demokratie – scheint auch die LSAP sich wenig Gedanken zu machen. Das fängt schon an mit der Prozedur der Verfassungsrevision selbst. 2/3 der Abgeordneten können die Verfassung ändern – ohne jeden Wählerauftrag. Die Parteien sind in keiner Weise verpflichtet, den Wähler/innen zu sagen, für welche Verfassungsänderungen sie eintreten werden. Das „souveräne Volk” muss vor den Wahlen nicht einmal wissen, welche Artikel der Verfassung geändert werden sollen. Das war zumindest vor der Revision von 2003 noch anders.

Wer das „souveräne Volk” in Luxemburg überhaupt noch ist, scheint auch die LSAP nicht besonders stark zu berühren. Das allgemeine Wahlrecht besteht nicht mehr, wenn nur die Hälfte der Einwohner das Wahlrecht für die Parlamentswahlen besitzen. Diese Hälfte sind vor allem die Arbeiter – die doch immer noch im Namen der Partei stehen. Wäre das nicht eine entsprechende Revision der Verfassung wert?
 

 

Bockspringen von Wickringen nach Liwingen

Guy Kersch - Ende 2007 genehmigte Mittelstandsminister Boden ein neues Einkaufszentrum mit über 40.000 qm Verkaufsfläche und 2150 Gratis-Parkplätzen. Die Guy-Rollinger-Gruppe und ING Real Estate wollen es gemeinsam in Wickringen errichten - direkt an der Autobahn Esch-Luxemburg. Das Projekt führte zu ungeahntem Streit in der Regierung: Innenminister Halsdorf erhob Einspruch gegen die Entscheidung seines Parteikollegen, da sie nicht vereinbar sei mit dem IVL (integratives Verkehrs- und Landesentwicklungskonzept).

In der Tat ist Wickringen schlecht an den Öffentlichen Transport angeschlossen und die Autobahn ohnehin stark überlastet. Außerdem liegt der Standort in der „ceinture verte interurbaine”, die nach IVL als grüne Lunge zwischen Hauptstadt und Minette erhalten bleiben soll. Halsdorf klagte gegen die Genehmigung… und erlitt Schiffbruch, da das IVL keine Gesetzeskraft hat und das betreffende Areal schon seit 1973 als Gewerbezone eingestuft ist.

Vor kurzem verkündete Sport- und Wirtschaftsminister Krecké ein Wahlgeschenk für Fußballfreunde: Luxemburg soll ein neues nationales Stadion bekommen, mit 10.000 überdeckten Sitzplätzen - und dazu noch UEFA- und FIFA-konform. Unter mehreren möglichen Standorten sei die Wahl schließlich auf Liwingen gefallen. Hier verläuft sowohl die Autobahn als auch die Eisenbahn nach Metz. Liwingen hat jedoch vor allem den Vorteil, dass das Gelände dem Investor Flavio Becca so gut wie gehört, der 20 bis 25 Mio. € ins Stadion investieren will, „ohne Kosten für den Luxemburger Fußballverband oder die öffentliche Hand”. Der Staat muss „nur” einen neuen Bahnhof und die Zufahrtswege bauen.

Wieso investiert jemand eine Mia. LuF in ein Fußballstadion – und das in Luxemburg!? Krecké ließ die Katze gleich aus dem Sack: Um das Stadion zu rentabilisieren, soll es in ein Einkaufszentrum „eingebettet” werden: 250 Mio € Gesamtkosten, 1200 neue Arbeitsplätze...

Es geht also in Liwingen in Wirklichkeit um ein weiteres Einkaufszentrum. Dieser Standort liegt aber ebenfalls im Grüngürtel zwischen den Ballungsräumen, und im Gegensatz zu Wickringen ist er bisher als Grünzone eingestuft. Und immerhin liegt auch Wickringen an einer - geplanten - Eisenbahntrasse…

Kreckés Vorwahl-Mätzchen verdeutlichen vor allem eines: Das völlige Versagen dieser Regierung in Punkto Landesplanung.
 

 

Sprachenvielfalt in Gefahr? (2)

Frank Jost - Ist die Luxemburger Sprache in Gefahr? Die Unesco hat sie kürzlich in die Gefahrenklasse 1 von 5 möglichen eingestuft. (Siehe unseren Beitrag in der letzten Goosch-Nummer.) In einem Tageblatt-Interview vom 21. Februar äußert sich Peter Gilles, Leiter des Forschungslabors für Luxemburger Sprache und Literatur an der Uni Luxemburg. Seine Aussagen sind erfrischend: Unsere Muttersprache ist die Mehrsprachigkeit. Wichtig für das Überleben einer Sprache sind eine anerkannte Grammatik und Orthografie, dass die Sprache ordentlich in der Schule unterrichtet wird und dass sogenannte Modellsprecher Vorbildfunktionen erfüllen, wie bekannte Personen und auch die Journalisten der gesprochenen Presse.

Laut Peter Gilles sind also wichtige Faktoren zum Erhalt der Sprache in der eigenen Küche zuzubereiten. Mit keinem Wort wird behauptet, „die vielen Ausländer” würden die Luxemburger Sprache kaputt machen. Letztes Mal hatten wir festgestellt, dass die Zahl der Sprecher ständig steigt, und zwar durch die ImmigrantInnen der zweiten Generation. Die Zahl der Sprecher ist ein wesentlicher Faktor, um die Überlebenschancen einer Sprache zu bewerten.

Dann betont Gilles, die Uni könne keine Sprachenpolitik betreiben. Nun gut, aber die Uni darf doch wohl aus ihrer Analyse zur Lage der Sprache einige Schlussfolgerungen ziehen und sie der Politik unter die Nase halten. Die festgestellten Mängel im Lehren des Luxemburgischen etwa legen die Behebung dieser Mängel nahe. Es ist nun einmal durch die Uni die Möglichkeit geschaffen, die Diskussion wissenschaftlich zu führen und die chauvinistischen Pressionen oder eine museale Konzeption der Rettung des Luxemburgischen zu überwinden.

Uns wundert, dass Peter Gilles eine Frage nicht anschneidet: Besteht beim Luxemburgischen nicht die Gefahr, dass es sich nicht erneuern kann oder dass es von der großen deutschen Schwestersprache aufgesogen wird, indem seine Eigenarten durch den Einfluss der „Modellsprecher” des deutschen Fernsehens abgeschliffen werden? Eine ähnliche Frage wurde ihm auch nicht gestellt. Sie scheint mir jedoch entscheidend, oder liege ich total daneben? Die Mails und SMS haben das Schreiben auf Luxemburgisch quantitativ ungemein gesteigert, doch wohl kaum die Qualität.

 

EU-Kommission scheitert erneut bei Genmais-Zulassung

gk - In Luxemburg sind 83% der Verbraucher und über zwei Drittel der Gemeinden gegen GVO (gentechnisch veränderte Organismen), sei es auf den Tellern oder auf den Feldern. Die Mehrheit der Verbraucher in der EU lehnen genmanipulierte Lebensmittel ab. Trotzdem versucht die EU-Kommission seit Jahren immer wieder, GVO zuzulassen. Die EU-Behörde für Lebensmittelsicherheit folgt den Argumenten der Agrochemie-Lobby, GVO seien harmlos für Gesundheit und Umwelt.

Eben diese Argumente werden zunehmend wissenschaftlich widerlegt. Österreich und Ungarn haben ihre nationalen Genmais-Verbote mit neuen Beweisen untermauert, dass MON810-Mais (einziger in der EU angebauter GVO) sich negativ auf die Umwelt auswirkt. Bisher gab es in der EU weder eine qualifizierte Mehrheit für noch gegen die Zulassung von GVO. In solchen Fällen darf die EU-Kommission nach EU-Recht eigenmächtig entscheiden. Aber am letzten Montag wuchs die Ablehnung von 19 auf 23 Länder: Deutschland, Spanien, Belgien und Estland stimmten im EU-Rat der Umweltminister erstmals gegen GVO; nur Großbritannien, die Niederlande, Finnland und Schweden sind noch dafür.

Maurice Losch von Greenpeace Luxemburg wertet dies als großen Sieg für die Umwelt, die Landwirte und die Verbraucher: „Man kann sich fragen, ob die EU-Kommission unfähig ist, das Nein der Mitgliedstaaten zu verstehen? Der Umweltschutz und die Gesundheit der Verbraucher müssen immer vor den Interessen einer Handvoll agrochemischer Konzerne gehen.”

In Luxemburg haben Greenpeace und 26 andere Organisationen das Bündnis „Luxemburg gegen GVO” gegründet und den Monat März zum „Monat ohne GVO” erklärt. Einer der Höhepunkte der Veranstaltungen ist die Vorführung des Dokumentarfilms „Le monde selon Monsanto” am 12. März im Kino Utopia, mit anschließender Diskussion mit der Regisseurin Marie-Monique Robin. Der Film zeigt u. a., wie der Konzern auch durch Lügen und Korruption zum Weltmarktführer bei Saatgut wurde, mit welch skandalösen Tricks die GVO in den USA zugelassen wurden und wieso Monsanto für tausende indische Baumwollbauern Abhängigkeit, Verarmung und oft auch Selbstmord bedeutet. Absolut sehenswert! 

 

La Commission Européenne enterre l’affaire SWIFT

hw - En octobre 2007, le Service des Comptes Chèques Postaux avait informé ses clients que la société SWIFT avait transmis les informations concernant leurs virements aux autorités américaines. SWIFT est une société coopérative des banques installée à La Hulpe près de Bruxelles qui traite par jour 11,5 millions de transferts. Ces données avaient été transmises à l’organisme américain de lutte contre le terrorisme TFTP. SWIFT avait chargé du suivi la société Boos Hamilton, une filiale de la CIA.

Le 16 février 2009, une conférence de presse organisée à Bruxelles par le commissaire européen Jacques Barrot prétendit mettre un terme à cette affaire et „enterrer l’affaire SWIFT”. L’ancien juge antiterroriste Bruguière y exposa les résultats d’une enquête dont il avait été chargé en mars 2008. Cette enquête absout le Trésor américain. „Ce dernier n’aurait extrait que les informations nécessaires, détruit les renseignements non utiles à sa mission et respecté le délai maximal de conservation des données.” Bruguière aurait pu accéder à toutes les personnes, toutes les données, tous les sites voulus. Il se dit certain que les garanties offertes par les Etats-Unis sont réelles, peut-être sans précédent et que les services secrets n’en ont pas profité pour se livrer à l’espionnage économique.

Bruguière a dirigé de 1986 jusqu’en 2007 la Division Antiterroriste de la France. Il a dirigé toutes les enquêtes sur le terrorisme, l’attentat antisémite de la rue des Rosiers, les assassinats attribués à Action Directe, l’attentat du DC-10 attribué à Khadafi, l’arrestation de Carlos, l’attentat contre le préfet Erignac en Corse, les complots islamistes. Il a aussi lancé le mandat d’arrêt International contre le président du Rwanda en réprésailles à la mise en cause de la France dans le génocide des Tutsis. Il a été accusé de nombreuses bavures et d’avoir utilisé l’isolement et la torture psychologique.

Bruguière a été mis en place par Pasqua et a rallié Sarkozy en 2007 pour se présenter aux élections. Le réseau Voltaire le présente comme „un juge d’exception à la frontière du droit et de la raison d’Etat, personnage hybride, mi juge, mi politique, mi journaliste”. En 2003, il fit l’éloge de la guerre en Irak et participa à la reunión annuelle du Club de Bilderberg, créé en 1954 par l’OTAN et la CIA. En juin 2007, il a été exclu de la magistrature sur decision du Conseil Supérieur de la Magistrature.

C’est l’homme qu’il fallait pour enterrer l’affaire SWIFT.

Goosch.lu 15.11.07; 22.11.07; Le Monde 18.02.09; www.voltaire.net; Wikipedia

 

Cisjordanie: Grève et expulsions

l’ami - Rues désertes. Écoles et magasins fermés. Une grève générale a paralysé une partie de la Cisjordanie samedi dernier. Les grévistes protestaient contre la destruction prévue de 88 maisons palestiniennes dans le quartier de Silwan à Jérusalem-Est. Or près de 1.500 personnes résident dans ces habitations. Les autorités israéliennes affirment qu'elles ont été construites illégalement. Dans ce contexte, il est à noter que ce n'est qu'avec extrème difficulté que des Palestiniens peuvent obtenir des permis de construire à Jérusalem.

Par ailleurs Yasser Abed Rabbo, un des principaux collaborateurs du président palestinien Mahmoud Abbas, a souligné, lors une conférence de presse, qu’une partie des maisons concernées par les ordres d’expulsion avaient été construites avant l’occupation de Jérusalem-Est par Israël en 1967. La municipalité de Jérusalem affirme cependant qu’il n’existe pas de plan immédiat concernant les expulsions, mais elle confirme que la construction d’un parc est prévue à l'emplacement de ces habitations.L’organisation des droits de l’homme israélienne B’Tselem, quant à elle, rappelle que près de 350 maisons ont été détruites à Jérusalem-Est depuis 2004, parce qu’elles auraient été construites sans permis.

Les terribles évènements de Gaza ne doivent pas faire oublier la situation critique en Cisjordanie. L’organisation pacifiste Shalom Arshav (La paix maintenant) révèle sur son site qu’un certain nombre de décrets concernant des réquisitions de terres en Cisjordanie ont été pris durant l’opération militaire à Gaza. Certains de ces décrets concerneraient directement le tracé de la clôture de séparation.

Cette même organisation vient de publier un rapport qui indique que le gouvernement israélien prévoit la construction de 73.000 logements de colons en Cisjordanie. 15.000 logements auraient déjà été autorisés, 58.000 seraient en attente. Pour l’ONG, il existe un véritable danger qu’avec un gouvernement Netanyahou «l’expansion des colonies croisse rapidement, avec l’intention clairement affirmée de rendre impossible toute possibilité d’une solution à deux États.»

Sources: Al-Jazeera, Haaretz, Shalom Arshav

 

Der Sozialismus ist immer konkret

S.U. - Zitate aus Z, Zeitschrift marxistische Erneuerung, Jünke, März 2009 - „Jede Sozialismusdiskussion muss mit einer Kritik des Kapitalismus beginnen, denn der Sozialismus war und ist nicht die zeitlose Utopie einer wie auch immer beschaffenen Welt (...)”

„Ökonomisch verspricht der Kapitalismus den Wohlstand für alle. Doch er schafft es nicht, die von ihm frei gesetzten immensen Produktivkräfte gesellschaftlich sinnvoll zu organisieren. Stattdessen beruht die kapitalistische Produktionsweise auf einem weitgehenden Verschleiß, einer weitreichenden Verschwendung und einer weitreichenden Gefährdung der menschlichen und natürlichen Lebensgrundlagen.

Politisch verspricht der Kapitalismus Freiheit und Demokratie für alle. Doch die kapitalistische Gesellschaftsform ist auch in ihrer sozialstaatlichen und fordistischen Variante eine strukturell antagonistische Klassengesellschaft, die auf der (direkten wie indirekten) Ausbeutung der von Lohnarbeit lebenden Mehrheit einerseits und der Herrschaft einer privilegierten Minderheit von ökonomischen und politischen Eliten andererseits beruht – was nicht ohne Folgen für Freiheit und Demokratie bleibt.

Kulturell verspricht der Kapitalismus die prinzipielle Gleichwertung der Menschen. Doch praktisch fördert er überall Spaltung und Ausgrenzung, Entfremdung und Verdinglichung, Neurotisierung und zynischen Nihilismus. (...) Die sozialistische Kapitalismuskritik endet deswegen immer ... im Ziel einer Aufhebung dieser herrschenden Trias von Ausbeutung, Verdinglichung und Entfremdung.”

„Auf der einen Seite hat sich der reformistische Sozialismus vom emanzipatorischen Ziel der Überwindung von Ausbeutung, Verdinglichung und Entfremdung verabschiedet. Das Ziel wurde zur „ethischen Phrase”. (...) Auf der anderen Seite hat sich im stalinistischen Kommunismus das Ziel verselbständigt und damit selbst ad absurdum geführt. Das emanzipative Ideal wurde zur Rechtfertigung einer neuen Minderheitenherrschaft. (...) Manche mögen hier einwenden, dass eben nicht mehr drin gewesen sei (...). Wer so redet, verurteilt den Sozialismus zu einer Utopie und landet schnell bei der Rechtfertigung jener im Namen der historischen Notwendigkeit verübten Verbrechen - die noch heute einen nachhaltig verdunkelnden Schatten auf die linke Neuformierung werfen.”

„Wenn es einen Neubeginn der sozialistischen Linken geben soll, kann er einzig und allein auf der Dialektik von Demokratie und Sozialismus gegründet werden. (...) die sozialistische Linke wird nur entwicklungs- und mehrheitsfähig werden, wenn sie es der breiten Mehrheit der Bevölkerung ermöglicht, sich selbst ins emanzipative Spiel zu bringen.” 

 

Leserbrief: Für die Einheit… gegen das Mitregieren!

Sertic Alain (Antwort auf Sascha Wagener) Mit der manifesten Krise der Marktwirtschaft verengt sich auch der Handlungsspielraum linker „Realpolitik”. In dem Sinne dass die Illusionen, man könnte durch Teilnahme an Regierungsmacht, egal ob auf lokaler, regionaler oder nationaler Ebene, irgendwelche linken Zielsetzungen durchsetzen, sich in Luft auflösen.

Das Platzen dieser Illusionen hat z.B. in Italien zur Implosion des PRC geführt, deren katastrophale Folgen nun für Jahre auf die italienische Arbeiterbewegung wirken werden. Den Deutschen steht dieses Donnerwetter noch bevor. Einige Fakten deuten in eine negative Richtung. In Berlin hat die radikalere WASG sich nicht gegen den Regierungskurs der „die Linke/PDS” durchsetzen können. Der SPD/PDS Senat der Hauptstadt betreibt klar eine Austeritätspolitik. Lafontaine und Gisy stehen für eine Koalition mit der SPD, über deren Ausrichtung nicht der geringste Zweifel bestehen dürfte.

Anders als in Frankreich ist das Gewicht der Gewerkschaftslinken viel schwächer und im „Neugründungsprozess” viel weniger präsent. Aufgrund der Erfahrung mit der „Union de la Gauche” und der „Gauche plurielle” (das waren alles Einheitsoperationen), ist die Arbeiterbewegung Frankreichs sehr viel kritischer gegenüber inhaltslosen Einheitsformeln.

Die Gründung des „Nouveau parti anticapitaliste” (N.P.A.) ist gerade das Resultat und der Ausdruck dieser historischen Erfahrung und bedeutet darum einen qualitativen Unterschied zu anderen linken Bündnissen, die auf einem Minimalkonsens basieren. Der N.P.A. ist der erste Versuch mit Aussicht auf Erfolg der revolutionären Linken, den Sprung zu einer Massenorganisation zu schaffen. Sein Gelingen wird die Zukunft der europäischen Linken maßgeblich beeinflussen. A propos Ausgrenzung, möchte ich nur an den Parteiausschluss von PRC-Senatoren durch die Bertinotti-Führung und an klare Abgrenzungen von Lafontaine gegenüber antikapitalistischen Militanten in der „Linken“ erinnern. 

 

Kurz berichtet - En bref

Die Sozialismuskonzeption von déi Lénk

Statuten, Artikel 1: Gesellschaftliche Ziele - Der weltweite Widerstand gegen Entwicklungen, die alles, auch den Menschen selbst, zur Ware degradieren und für den privaten Profit nutzen, nimmt heute neue Formen an und gewinnt an Intensität. Déi Lénk treten ein für soziale Gleichheit und individuelle Entfaltung auf allen Ebenen der Gesellschaft.

Die Zurückdrängung und Überwindung des Kapitalismus ist für sie nicht Ziel an sich, sondern Mittel zum Zweck: einer aktiven Demokratie, auch am Arbeitsplatz und in der Wirtschaft; einer Entwicklung der sozialen Beziehungen zu Gleichheit und Kooperation; der individuellen Entfaltung und Freiheit der Menschen abseits von materieller Not, ökonomischer Ausbeutung, sozialer, geschlechtlicher oder ethnischer Diskriminierung, politischer Unterdrückung, kultureller Entmündigung, Raubbau an der natürlichen Umwelt.

Es gibt kein fertiges sozialistisches Projekt, die Gesellschaft von morgen entsteht aus der Realität von heute, aus den Bedürfnissen und Forderungen der Menschen, die in der heutigen Gesellschaft leben.

Die deutsche Linke wählt Luxemburger Linken als Kandidaten

Der Parteitag der Linken in Essen hat Sascha Wagener auf aussichtsreicher 12. Position in den Wahlkampf für das Europaparlament geschickt. Wagener ist Mitglied von déi Lénk und hat sich als den gemeinsamen Kandidaten der deutschen und der luxemburgischen Linken vorgestellt. Er wurde vom Jugendverband und der Parteilinken unterstützt und setzte sich durch gegen seinen früheren Mentor, den austretenden Abgeordneten André Brie, der sich mit seiner Haltung zum Afghanistan-Einsatz in einen Gegensatz zur gesamten europäischen Linken gebracht hatte. Nicht wieder nominiert wurde außerdem Sylvia-Yvonne Kaufmann, die die Vereinigte Linke im Verfassungskonvent vertrat, dort erreichte dass das Wort „sozial” vor das Wort „Marktwirtschaft” gesetzt wurde und deshalb den Verfassungsvertrag mordicus verteidigte.

Kommunistische Einheitsliste in Italien

Die Rifundazione Comunista wird in einem Bündnis mit der Partei der Kommunisten PDCI und der trotzkistischen Sinistra Critica antreten. Aus Protest gegen diesen Richtungswechsel verließ ein Teil des Bertinotti-Flügels die RC, unter anderem Nicky Vendola, der Vorsitzende der regionalen Exekutive in Bari. Die Rifundazione zieht damit einen Schlussstrich unter die verheerende Auswirkung ihrer Regierungsbeteiligung unter Prodi. Sie hofft durch die Rückbesinnung auf die große Vergangenheit des PCI die 4%-Hürde überwinden zu können und eine Alternative zum richtungslos gewordenen Partito Democratico aufzubauen. Die belgisch-luxemburgische Sektion der RC wird nächste Woche in Luxemburg am Festival des Migrations teilnehmen.

Entscheidende Woche für den Bloc des Gauches in Frankreich

Dem von Mélenchons Parti de Gauche und dem Parti Communiste Français gebildeten Linksblock fehlt noch immer der dritte Partner. Besancenots Nouveau Parti Anticapitaliste hat für ein Zusammengehen zwei Bedingungen gesetzt, die Ablehnung der Atomenergie und die Ablehnung eines Bündnisses mit den Sozialisten bei den Regionalwahlen, die für die Kommunisten unannehmbar sind. Die PCF würde ihre regionalen und lokalen Positionen aufs Spiel setzen mit dem einzigen Ergebnis, dass Sarkozys Partei gestärkt würde. Der Linksblock verhandelt noch mit mehreren linken Formationen wie den Alternatifs, der Partei Chevènements und der Minderheit der früheren LCR. Eine Entscheidung muss in der nächsten Woche fallen. Mélenchon wird im Süd-Westen (Bordeaux, Toulouse, Montpellier) gegen Dominique Baudis und José Bové antreten, Jacques Généreux in der Bretagne, der PCF beansprucht Paris, den Norden und die Bretagne.

KPL will Sozialismus

Die Luxemburger KPL, 0,9 % im Jahre 2004, beteiligt sich an den Juniwahlen mit dem Ziel im Süden einen Sitz und 2% im nationalen Durchschnitt zu erringen, was ihr ermöglichen würde in den Genuss der Wahlkampfrückerstattung zu kommen. Die KPL lehnt jede Diskussion mit déi Lénk ab, die sie als Verräter an der Sache des Sozialismus denunziert. Sie lehnt, im Gegensatz zur DKP, die als Gast am Kongress teilgenommen hat, auch jede Zusammenarbeit mit der Europäischen Linkspartei ab. Der Kongress hat ein neues Zentralkomitee in reduzierter Ausstattung gewählt. Zum Parteipräsidenten wurde ohne Überraschung Ali Ruckert wiedergewählt, nachdem die Beschränkung der Mandatsdauer in den Statuten aufgehoben wurde. Die KPL verlangt den Austritt Luxemburgs aus der EU, die Abschaffung der Armee, die Verstaatlichung der Banken und aller Schlüsselindustrien. Sie will den Sozialsmus errichten, sagt aber nicht wie und mit wem.

Antizyklische Repressionspolitik

cf - Zwei aktuelle Nachrichten von der Krisenbewältigungsfront lassen aufhorchen: Anfang dieser Woche gab CSV-Minister Wiseler bekannt, dass nun zügig mit dem Bau einer neuen Zufahrtsstraße für das geplante Sassenheimer Gefängnis begonnen wird. Am Mittwoch meinte Partei- und Regierungskollege Biltgen, dass es auch noch Sektoren gebe, in denen eingestellt wird. Konkret meinte der Arbeitslosenminister, dass noch viele Stellen bei der Polizei und der Armee zu besetzen seien. Während also die CSV/LSAP-Regierung zunehmend den Sozialstaat durch karitative Armenbüropolitik - offiziell als „selektive” Sozialpolitik bezeichnet – ersetzt, wird trotz oder vielleicht sogar wegen der Krise die repressive Seite des Staates weiter ausgebaut.

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Le portail internet de déi Lénk vient d'être complètement renouvelé et restructuré. Ça vaut toujours la peine d’aller visiter: www.lenk.lu
 

 

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  • Vendredi 6 mars, 18 -21h, Centre Polyvalent, Noerdange: Workshop: Improvisation théâtrale pour femmes avec enfants animé par Myriam Muller.

  • Samschden 7. März, 18 Auer, Centre Culturel de Rencontre Abbaye de Neumünster: Fraerees: D'Stellung vun der Fra am 19. Joerhonnert - D'Fra an Depressioun - D'Roll vun der Fra am Wandel vun der Zait - Staark Fraen. Am Kader vum 25. Anniversaire vum Fraentreff Kopplabunz. Org.: Genderhaus, Service à l'égalité des chances asbl (Tel. 26 62 09 87).

  • Samstag 7. März, 19 Uhr, Centre Nic Bosseler, Beckerich: Weibsbilder, Eröffnung der Ausstellung von Hilly Kessler u. Martine Atzorn (Öffnungszeiten: 10:00 -18:00). Ab 20.30 Uhr: Buffet mit anschließender Disco. Eintritt: 5 €, 20 € mit Buffet (Anmeldung erforderlich).

  • Samschden 7 März, 20 Auer, Centre des Arts Pluriels, Ettelbruck: Amor… an dann? Musikalischen Erzielspektakel mam Josée Bourg (Text an Erzielung) a Lisa Berg (Cello). Org: Commission de l’égalité des chances mat der Ënnerstetzung vun CAPE, CNFL a Mega.

  • Dimanche 8 mars, Trifolion, Echternach: Place de la femme dans notre société hier, aujourd'hui, demain. Présentation et remise des prix aux lauréats du concours organisé au sein du lycée classique d'Echternach. Concert musique du monde. Org: Mouvement pour l'égalité des chances (MEC asbl).

  • Dimanche 8 mars, 10h, Salle de musique, Kehlen: La musique au féminin - Frae maache Musék. Concert/brunch, ensembles féminins de la fanfare Keespelt/Meespelt et de la fanfare Kielen et du MeckaSix -Frauenklarinettenensemble-Meckenbeuren (D). Org.: Commission de l'égalité des chances et de la famille.

  • Sonntag 8. März, 10:30 Uhr, Mierscher Lieshaus, 55 rue Grande-Duchesse Charlotte: Matinée «Frauen über Frauen»: Lesen-schreiben-denken, Werke, Texte u. Biografien bekannter Schriftstellerinnen, Resonanztexte von Frauen aus der Schreibwerkstatt Mersch. Musikalische Begleitung : Maggy Dumont (Geige). Org: www.mierscher-lieshaus.lu

  • 21 février - 8 mars, 15 -18h, Centre Marcel Noppeney, Oberkorn: Femmes au pays du fer - Regards croisés : le travail domestique – le travail salarié – femmes d’ailleurs, femmes d’ici – femmes engagées. Exposition sur les femmes de la Vallée de la Fensch. Org.: Service à l’égalité des chances entre femmes et hommes (tél. 26 58 58 40

  • Lundi 9 mars, 19:30h, Hôtel de Ville, Esch/Alzette: Dräi Fraeliewen - Dräi Stroossen zu Esch. Aline Mayrisch de Saint-Hubert (présentation: Germaine Goetzinger), Catherine Schleimer-Kill (présentation: Renée Wagener), Helen Buchholtz (présentation: Danielle Roster). Encadrement musical: Marco Kraus. Org.: Service à l’égalité des chances d’Esch/Alzette (tél.:54 73 83 591)

  • Jeudi 12 mars, 19h, Ciné Utopia, Luxembourg-Limpertsberg: Film documentaire «Le monde selon Monsanto» suivi d’une conférence-débat en présence de la réalisatrice Marie-Monique Robin. Org: Initiative «Luxembourg sans OGM» dans le cadre du «mois sans OGM».

 

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